Aachen - Jetzt werden die Absagen verschickt

Jetzt werden die Absagen verschickt

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Anmeldung für Erstklässler: Die nächste Runde Foto: ddp

Aachen. Dieser Tage gehen die Briefe raus. Zahlreiche Familien haben dann schwarz auf weiß, dass sie für ihr Kind keinen Platz an der Grundschule ihrer Wahl erhalten. Sie müssen sich nun erneut auf die Suche machen nach einer Schule, in der ihr Kind im Sommer ins erste Schuljahr starten kann.

Gut 2000 Kinder

Viel Zeit haben sie dafür nicht. Vom 26. bis 28. Januar gibt es spezielle Anmeldetermine für alle Erstklässler, die in der ersten Runde nicht zum Zuge gekommen sind. „Es gibt noch reichlich freie Plätze”, versucht Schulrätin Ulla Roder die Gemüter zu beruhigen, „27 Grundschulen haben noch Kapazitäten”.

Gut 2000 Kinder sollen im Sommer eingeschult werden. Und die Anmeldephase hat diesmal für heftige Unruhe gesorgt. An fünf Grundschulen (Birkstraße, Passstraße, Gut Kullen, Vaalserquartier und Am Höfling) gab es so viele Anmeldungen, dass die Schulen gerne eine zusätzliche Klasse einrichten würden.

Das aber hat die rot-grüne Mehrheit im Schulausschuss mit Verweis auf die vorher festgelegten Jahrgangsstärken abgelehnt.

Die Schulleitungen haben nun die undankbare Aufgabe zu entscheiden, wer kommen darf und wer nicht. Einen Rechtsanspruch auf Aufnahme haben nur jene Kinder, deren Wunschschule auch die nächstgelegene ist.

Bei Konfessionsschulen ist auch die Religionszugehörigkeit ein „hartes” Kriterium.

„Eltern, die eine Ablehnung bekommen, erhalten eine Liste mit Schulen, die freie Plätze haben”, betont Roder. Bei allem Verständnis für die Wünsche der Familien hat sie vor allem den Erhalt wohnortnaher Schulen und eine ausgewogene Klassenbildung fürs ganze Stadtgebiet in Blick.

Das aber setzt voraus, dass die neuen Erstklässler möglichst gleichmäßig auf die Grundschulen verteilt werden. Pädagogisch günstig und auch von der Lehrerversorgung her ideal sind aus Sicht der Schulrätin Klassenstärken von etwa 24 Kindern.

Denn auch die Lehrerzuweisung richtet sich nach dem Klassenfrequenzrichtwert, und der liegt bei 24 Kindern. „Je mehr Klassen wir bilden müssen, desto knapper wird die Lehrerdecke”, warnt Roder.

Um quer durchs Stadtgebiet Klassenstärken von etwa 24 Kindern zu erreichen, müssten die sehr gefragten Schulen allerdings mehr Kinder ablehnen, als unbedingt nötig ist, und sie dürften die Klassen nicht bis zur Obergrenze von 30 Kindern auffüllen.

Nicht auszuschließen ist, dass es nach der zweiten Anmelderunde weiteres Geschiebe gibt. Denn womöglich werden durch neuerliche Bewerbungen Kinder von Schulen verdrängt, deren Eltern den Platz eigentlich sicher wähnen, die aber keinen Rechtsanspruch geltend machen können. Auf jeden Fall soll nach der zweiten Anmelderunde erneut ausführlich Bilanz gezogen werden.
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