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Jetzt fehlt nur noch ein richtiger Sommer

Von: Thomas Vogel
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Hart aber herzlich herrscht er über sein 14 000 Quadratmeter-Reich: Badleiter und Maiden-Fan Torsten Liebl. Die Vorbereitungen für die Freibadsaison 2013 sind so gut wie abgeschlossen, die Gäste können am 1. Mai zum Anschwimmen kommen. Foto: Harald Kroemer
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Maschinen kommen nicht in jede Ritze: Azubi Glib Khuzhyn rückt dem Schmutz auf die Pelle.

Aachen. Am Mittwoch, pünktlich zum 1. Mai, steht Anschwimmen auf dem Programm. Das Freibad Hangeweiher läutet die Freibadsaison 2013 ein. Was für den Badleiter Stress bedeutet, soll ab Mittwoch bei den Badegästen für Entspanntung sorgen: Das Gelände wird aus seinem Dornröschenschlaf geweckt.

„Auswintern“ nennt der Profi das. Seit Anfang März ist es die Beschäftigung von Torsten Liebl, dem Chef, und seinem Team. Leicht ist der Job nicht. 14 000 Quadratmeter wollen auf Vordermann gebracht werden. Fast kein Zentimeter bleibt unberührt. Die Liegewiesen werden geschnitten, die Wege von Blättern und Unkraut gesäubert. Die Duschen und WCs müssen technisch geprüft und nochmal poliert werden. Vier bis fünf Wochen waren zwei Mitarbeiter allein damit beschäftigt, die Verkehrswege mit Hochdruckstrahlern zu reinigen. Am wichtigsten sind natürlich die Becken- und Wasseraufbereitungsanlagen selbst.

Erste Handlung: Enteisungsanlage ausbauen. Die wird hoffentlich nicht mehr gebraucht, bis das Bad Mitte September wieder „eingewintert“ wird. Unerlässlich: Schrubben. Erst wenn die Becken – ein großes Schwimmbecken mit 2400 Kubikmeter Fassungsvermögen, ein kleines mit 800 Kubikmetern sowie ein Planschbecken – sauber sind, lassen sich wirklich alle Beschädigungen erkennen. Defekte Fliesen beispielsweise kommen immer wieder vor. Dann rückt der Fliesenleger an. „Trotz des langen Winters gab es, bis auf einen Rohrplatzer, nichts außergewöhnliches zu reparieren“, erzählt Liebl. Außergewöhnlich aber ist: Bevor Liebl die Hähne aufzieht und die Becken flutet, klingelt er bei der Stawag durch. „Sonst denken die, sie haben einen Rohrbruch“, erklärt er, weil der Wasserverbrauch von einem Moment auf den nächsten enorm ansteigt.

Die Badleitung ist bei Liebl genetische veranlagt. Wissenschaftlich ließe sich das vermutlich nicht nachweisen, aber es gibt gewichtige Indizien: Der Papa hat die Schwimmhalle Süd geleitet. Vor zwei Jahren ist er in den verdienten Ruhestand gegangen. Das Freibad in Eltville war lange in der Hand von Liebls Onkel. Er selbst hat die Ausbildung angefangen als er gerade 16 Jahre alt geworden war. „Ich hab es bis heute nicht bereut“, resümiert der heute 41-Jährige.

Mehr als nur Schwimmen

Das Freizeitangebot im Freibad Hangeweiher konzentriert sich natürlich auf Schwimmen. Da geht aber noch mehr. Die üblichen verdächtigen sind dabei, Volleyball, Badminton, Basketball oder Tischtennis etwa. Sogar ein Kicker-Tisch ist vorhanden. Den Denksport deckt ein Feld für Schach und Mühle ab. Entspannung ist also ebenso drin wie Auspowern. Für die lieben Kleinen ist am Hangeweiher aufgerüstet worden. Ein Zwergenkletterwald ist, ebenso wie ein Piratenschiff zum Klettern, installiert worden.

Wie der 1. Mai in diesem Jahr wird, weiß auch Liebl nicht. Er ist noch skeptisch: „Ich hab mal geguckt, wie das Wetter werden soll: 16 Grad, wolkig. Mit Hochbetrieb rechne ich bei diesen Vorhersagen nicht.“ Vielleicht überzeugt die Wassertemperatur ja einige Gäste, ins Freibad zu gehen. Die liegt bei sportlichen 20,5 Grad.

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