Aachen - „Jeder ist ein Sieger” beim Benefizlauf

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„Jeder ist ein Sieger” beim Benefizlauf

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Auch die jungen Starter des Schülerlaufs über 800 Meter legen sich beim Benefizlauf im Aachener Waldstadion mächtig ins Zeug. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Elleterberg ist kein Zuckerschlecken. Die Aachener Laufexperten wissen, wie giftig der Anstieg ist, der im Süden der Stadt zwischen Monschauer und Eupener Straße liegt. „Das ist auf jeden Fall das Anstrengendste, was ich jemals gelaufen bin”, sagte Kirstin Prang, nachdem sie ihren Berglauf überstanden hat.

Die Frau aus Roetgen war eine von knapp 1000 Startern, die am Sonntag bei der elften Auflage des Benefizlaufs am Aachener Waldstadion unterwegs war.

Viel Lauferfahrung hat Prang noch nicht vorzuweisen. Aber sie hat durchgehalten. Und das zählt. „Das fühlt sich jetzt richtig gut an”, sagte sie voller Stolz über die bewältigte Herausforderung. Ehemann Thomas, der sich ebenfalls über den Elleterberg gekämpft hat, nickte anerkennend. „Die Strecke hier ist schwieriger als der Lousberg-Lauf”, betonte er.

Der giftige Anstieg dürfte jedoch nicht der Grund gewesen sein, warum die Organisatoren des Benefizlaufs ihr Ziel, 1500 Starter anzulocken, nicht erreicht haben. Zum einen hat das herbstlich-regnerische Wetter nicht mitgespielt und zum anderen „haben wir zu spät angefangen, für den Lauf Werbung zu machen”, sagte Manfred Xhonneux vom Runner Shop, der den Benefizlauf zum elften Mal zusammen mit dem Stadtsportbund organisiert hat. „Normalerweise werben wir schon im März für den Lauf. Diesmal ist es Juni geworden.” Als Grund hierfür nannte Xhonneux, dass das Organisationsteam teilweise neu besetzt worden sei und erst später mit der Arbeit begonnen habe. „Das wird im nächsten Jahr wieder anders sein”, sagte der Mann, der im Waldstadion auch die Moderation übernommen hatte.

Die geringere Teilnehmerzahl tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Im Waldstadion, das Start- und Zielpunkt für die verschiedenen Strecken war, wurden die Aktiven mit lautstarken, aufmunterndem Applaus empfangen. „Jeder ist ein Sieger heute”, betonte Xhonneux immer wieder. Schließlich stand weniger die Bestzeit im Mittelpunkt des Benefizlaufs, sondern die gute Tat. Jeder Teilnehmer hat einen Scherviertaler erhalten. Den können die Sportler dann Obdachlosen oder hilfsbedürftigen Menschen schenken. Mit dem Taler bekommen die Beschenkten in der Franziska-Schervier-Stube der Armen Schwestern vom Heiligen Franziskus in der Kleinmarschierstraße entweder ein Frühstück oder eine warme Mahlzeit.

Lauf-Neuling Kirstin Prang hat mit dem Taler schon gute Erfahrungen gemacht. „Als mich ein Obdachloser um Geld gebeten hat und ich ihm einen solchen Taler gegeben habe, hat er sich sehr darüber gefreut”, schilderte sie. In Aachen ist der Taler für 50 Cent in den Filialen der Nobis-Bäckereien erhältlich.

Spende im Oktober

Der Erlös des Laufs, der von der Nobis-Bäckerei und Takeda Pharma finanziell unterstützt wird, geht an die Franziska-Schervier-Stube. Im Oktober, wenn der Kassensturz gemacht worden ist, soll das Geld laut Manfred Xhonneux gespendet werden.
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