Jecke wieder bei Kappertz: Nur noch Kappes im und auf dem Kopf

Von: Wolfgang Schumacher
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Kappes im und auf dem Kopf: Christian Klömpken, Lisuscha, Peter Kappertz, Necip Tokoglu, Pierre Kappertz, Meikel Freialdenhoven, Thorsten Neumann, Michael Dannhauer und Kurt Radermacher. Foto: Lachmann

Aachen. „Zehn Jahre haben wir jetzt gewartet. Auf die Möglichkeit einer feindlichen Übernahme der Kappertzhölle“, ulkte der alternative Spaßmacher Meikel Freialdenhoven am Dienstagmittag in der Elsassstraße.

Seit dieser öffentlichen Bekundung vor dem Gemüseladen „Obstgarten“ gibt es nach dem Aus des Öcher Strunx im Februar wieder ein Licht am Horizont des etwas anderen Humors in der Jecken-Hochburg Aachen.

Ein bunter Haufen bekannter und weniger bekannter Alternativ-Jecken hat sich aufgerafft und will bei vier Sitzungen in der kommenden Karnevalssession mit einem furiosen „Kappesball“ die Kappertzhölle erneut zu einem Humorzentrum der ersten Kategorie machen.

„Wir hatten so viele Anfragen“, meinte Veranstalter Peter Kappertz rückblickend, „dass wir nun die Lücke füllen wollen“. Die Auftaktveranstaltung am Dienstagmittag am 12.11. um 12.12 Uhr darf als Knaller gewertet werden. Der „Fern-See-Koch“ Kurt Radermacher hatte seine fahrbare Suppenküche flottgemacht und kredenzte auf der Elsassstraße einen wohlschmeckenden Kappes-Eintopf.

Als elegante Kopfbedeckung hatten die Jecken bis auf wenige Ausnahmen großflächige Kohlblätter auf ihrem Kürbis, Pardon, Kopf drapiert. Selbst die höchst ansehnliche „Migranten-Bardin“ Lisuscha (Programm: „Die Russin – Wer bin ich?“) stellte sich der Fotografenmeute mit fadem Kapppes auf dem Kopf.

Vier Kappesbälle

Der Ulk begann mit einem spontanem Bekenntnis zu Recht und Ordnung: „Wir haben lange nach einem sicheren Standort gesucht. Hier im Ostviertel habe wir jederzeit die Gewähr, absolut sicher zu sein und von der Polizei beschützt zu werden“, klärte Freialdenhoven über den Sicherheitsaspekt auf. Bei den vier Kappesbällen am 21., 22. und 28. Februar sowie am 1. März 2014 im Saalbau Rothe Erde werden Komiker-Größen wie „Herr Schultze“ vom bekannten „Wall Street Theatre“ dabei sein.

Zur Migranten-Frage äußerte sich auch Necip Tokoglu mit seinen „türkischen Heimatgeschichten aus dem Westerwald“. Noch weitere Teilnehmer bestanden auf ihrem fremdartigen Abstammungshintergrund, beispielsweise mit „ich bin aufgewachsen in Kohlscheid-Bank“, Ein anderer gestand verschämt die Herkunft aus dem nahen „Belgischen“.

Musikalisch wird der Ball von der Band „The 4 Shops“ geschmissen, hinzu kommt später „DJ Schorsch“, der den Plattenteller bis zum frühen Morgengrauen quälen soll. Karten sind ab Montag, 18. November, im Vorverkauf, unter anderem beim Zeitungsverlag Aachen zu haben.

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