Jakobspilgerweg: Die Muschel ist sogar am Dom zu sehen

Von: jpm
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Auf den Spuren der Jakobspilger: Pfarrer Wolfgang Acht (links) erläutert bei einer Führung durchs Viertel die uralte Wallfahrtstradition der Stadt. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Eine Engelserscheinung soll es gewesen sein, die Augustinus von Hippo davon abbrachte, über die Dreifaltigkeit zu sinnieren. „Eher schöpfst du mit einer Muschel das Meer aus, als dass du das Wesen Gottes begreifst”, soll der Engel den gottesfürchtigen Philosophen belehrt haben.

Die Legende um Augustinus erzählten Walter Nett vom Pfarrgemeinderat von St. Jakob und Michael Prömpeler, geschichtsinteressierter und vor allem geschichtskundiger Aachener, am Samstagnachmittag.

Denn die Muschel sollte lange nach dem Ableben Augustinus´ im Jahre 430 zum Symbol der Jakobspilger werden. Und auf deren Spuren befanden Nett und Prömpeler sich am Festtag des Apostels Jakobus gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Acht sowie einer Gruppe von gut 50 Interessierten.

Seit etwa zwei Jahren befasst man sich in St. Jakob verstärkt mit der Geschichte der Jakobspilger. Was auch dem von Fernsehmoderator und Entertainer Hape Kerkeling ausgelösten Rummel um den Jakobsweg ins spanische Santiago de Compostela geschuldet ist. „Da haben wir gemerkt, dass die Leute sich für das Thema interessieren”, sagt Walter Nett.

Und wofür in die Ferne ziehen, wenn man die Geschichte der Jakobspilger gleich vor den Pforten seiner Kirche hat. Diese war der letzte von insgesamt zehn wichtigen Punkten in der Innenstadt, zu denen unter anderem das Marschiertor, das Kloster St. Leonhard in der Franzstraße und der Fischmarkt gehörten. Außerdem natürlich der Dom, wo von vielen unbemerkt eine Muschel rechts vom Eingang zum Hof prangt.

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