Aachen - Jakobshof: Ein Neustart im alten Lichtspielhaus

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Jakobshof: Ein Neustart im alten Lichtspielhaus

Von: Achim Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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Der Jakobshof zieht ins Élysée am Theater.

Aachen. „Der Jakob macht der Elise den Hof“ – unter diesem Motto steht die Neueröffnung des Jakobshofs in dem früheren Kino Elyseé am Kapuzinergraben. Zuletzt wurden die Räume nur noch an wenigen Tagen im Jahr als Diskothek beziehungsweise als „Tanzpalast“ genutzt.

„Wir machen der Elise erst mal den Hof, denn heiraten können wir noch nicht“, sagt Rick Opgenoorth, einer der beiden Betreiber. Denn vorerst macht der Jakobshof nur eine Art Station in der attraktiven Location gegenüber dem Theater. „Die „Nutzungsvereinbarung auf Zeit“ gelte bis Ende des Jahres. Noch sei nicht klar, ob der gesamte Gebäudekomplex den Besitzer wechsele. Wenn ja, sei offen, was dann passiere.

Die Betreiber hoffen aber auf eine „längerfristige Perspektive“ und starten den Neubeginn unter dem Namen „Jakobshof im Elyseé“ knapp einen Monat nach der Schließung ihrer Kultstätte an der Stromgasse. „Der Partybetrieb wird am 9. Mai wieder aufgenommen“, sagt Opgenoorth und verweist auf die große Eröffnungsparty „mit vielen bekannten Gesichtern aus der guten alten Jakobshofzeit“.

Natürlich sollen im alten Elyseé auch Konzerte über die Bühne gehen, selbige gibt es aber in dem ehemaligen Lichtspielhaus noch nicht. „Wir sind auf einem guten Weg zu einer Live-Konzession, von Seiten der Stadt erfahren wir Unterstützung“, freut sich Mitbetreiber Opgenoorth.

Wie auch einst im Jakobsviertel soll nun auch am Kapuzinergraben ein kultureller Szenetreff etabliert werden. „Da das Elyseé Raum für etwa 800 Leute bietet, haben wir jetzt andere Möglichkeiten und können auch andere Künstler und Musiker nach Aachen holen“, ist Rick Opgenoorth überzeugt: Der „neue“ Jakobshof soll wie gehabt „eine Plattform für alle Generationen, alle Genres und alle Musikstile bleiben“.

Public Viewing

Vorläufig unberührt von dem Neustart bleibt das angeschlossene Teatro im Elyseé, das sein „Doppelleben“ weiterführen soll, tagsüber als Café, abends als Club und Lounge. „Das bleibt auch zunächst einmal so“, betont der Sprecher vom Jakobshof und stellt einen weiteren aktuellen Plan vor: „Wir wollen zur Fußball-Weltmeisterschaft auch Public Viewing anbieten.“

Dass die neue Veranstaltungsstätte auch neues Publikum zieht, ist eine der großen Hoffnungen der Betreiber. „Die Lage ist nahezu optimal mitten in der Stadt umgeben von Theater und schönen Fassaden“, schwärmt Opgenoorth und nennt als Vorbild das frühere Gloria-Kino in der Kölner Innenstadt. Der Kulturtempel an der Apostelnstraße hat sich seit 1991 zu einer der angesagtesten Szenetreffs in Nordrhein-Westfalen gemausert.

Die lange Geschichte von Kulturveranstaltungen an der Stromgasse in Aachen hatte in den achtziger Jahren begonnen und musste Anfang April dieses Jahres beendet werden Der Jakobshof zog dabei nicht nur ein bunt gemischtes Publikum an. Er war auch ein Sprungbrett für einige große Karrieren wie zum Beispiel für den Comedian-Star Cindy aus Marzahn.

Dass die Betreiber ihren alten Standort aufgeben mussten, lag in erster Linie an einem neuen Investor. Er will den Jakobshof wohl abreißen, um an dieser Stelle Wohnungen zu errichten. Nun hat das gesamte Jakobshof-Team eine neue Heimat gefunden – zumindest bis Ende des Jahres.

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