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Jahresabschluss des Kulturbetriebs: 180.000 Euro weniger ausgegeben

Von: Martina Feldhaus
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Bus-Bühne bei „Across the Borders“: Im vergangenen Jahr tourte die Band „Ringo“ mit ihr durch Aachen. Das Fest ist eines von vielen Angeboten, die unter Federführung des Kulturbetriebs laufen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Zum Auftakt in eine sommerliche Woche konnte Kulturdezernent Wolfgang Rombey am Montag ganz passend sonnige Zahlen vorlegen. Gemeinsam mit Olaf Müller und Irit Tirtey, Leiter und kaufmännische Leiterin des städtischen Kulturbetriebs, stellte er den Jahresabschluss 2012 vor. Und siehe da: Wie bereits in den vergangenen Jahren auch hat der Kulturbetrieb seinen Etat von der Stadt nicht ganz ausgeschöpft.

Rund 180.000 Euro sind vom 15,5 Millionen hohen Zuschuss übrig. Geld, das praktischerweise in den Umbau des neuen, teils umstrittenen Eingangs am Ludwig-Forum fließen soll.

„Wirtschaftlich gesehen ist der Kulturbetrieb ein Erfolgsmodell“, sagte Rombey stolz. In Zeiten knapper Kassen habe er vieles möglich gemacht, was sonst kaum möglich gewesen wäre. „Er ist der Beweis dafür, dass wir mit den Geldern verantwortlich umgehen.“ Der Kulturbetrieb ist 2006 gegründet worden, er wirtschaftet – losgelöst vom Haushalt – in Eigenverantwortung, hat ein eigenes Cone_SDHptrolling und Risikomanagement.

Zwischen 12.000 und 470.000 Euro sind seither in einem Jahr in die Rücklage des Betriebs gewandert, die der jeweils für zusätzliche Ausgaben verwendet hat. 2012 sind es nun die besagten 180.000 Euro. Der Zuschuss von Seiten der Stadt hat sich seit 2006 fast verdoppelt. Das liege daran, so Rombey, dass zu den ursprünglichen Geschäftsbereichen wie etwa den Museen, dem Stadtarchiv und dem Veranstaltungsmanagement immer neue Bereiche und Aufgaben hinzukamen, darunter die Stadtbibliothek, die Musikschule und die Route Charlemagne. Grund genug für den scheidenden Kulturdezernenten und sein Team, am Montag noch einmal auf die „Erfolgsgeschichte Kulturbetrieb“ zurückzublicken. Rombey: „Wir haben mit einem Leitbildprozess begonnen, bei dem alle Kulturschaffenden Aachens an einem Tisch saßen. Das Leitbild ist unser Standardwerk.“ Daran orientiere man sich bis heute in den acht Sparten des Kulturbetriebs.

Welche das sind, was sie leisten und wie sie aufgestellt sind, darüber lieferten die drei Verantwortlichen einen kurzen Abriss. Rombeys Fazit: „Mit der städtischen Kultur, der freien Szene und dem bürgerschaftlichen Engagement in vielen Vereinen haben wir in Aachen eine fantastische Kulturlandschaft. Die Stadt genießt draußen in dieser Hinsicht einen sehr guten Ruf. Allein die Fülle an Theatern ist für eine Stadt mit 236.000 Einwohnern sehr reich.“

Rombey betonte auch noch einmal, wie wichtig die freien Kulturschaffenden für Aachen seien. „Die Szene bereichert das kulturelle Leben. Deshalb geben wir auch dreijährige Zuwendungsbescheide heraus, damit Einrichtungen mit festem Programm Planungssicherheit haben.“ Auf die Höhe der Mittel, die viele Freie im Zuge der Entscheidung für das neue Lufo-Entrée als zu gering kritisiert hatten, wolle man noch einmal schauen. „Unabhängig davon fördern wir die Szene aber auch dadurch, dass wir bei Veranstaltungen immer wieder auf die professionellen Künstler in Aachen zurückgreifen.“

Ob das laufende Jahr genauso erfolgreich wird wie das vergangenen, konnten Rombey, Tirtey und Müller am Montag noch nicht prognostizieren. Der erste Quartalsbericht jedenfalls besagt, dass in einigen Feldern die Einnahmen bislang unter den Erwartungen zurückbleiben. Etwa die Besucherzahlen im Suermondt-Ludwig-Museum. „Made in Utrecht“ scheint die Massen kaum anzulocken. Tirtey: „Da geht eben jetzt frühzeitig die rote Lampe an. Und wenn es nötig wird, werden wir entsprechend gegensteuern. Dafür ist das Risikomanagement da.“

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