IT-Experten finden eine neue Heimat

Von: Thorsten Karbach
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Neue Heimat: Die Kisters AG ist ins Gewerbegebiet Pascalstraße im Aachener Süden gezogen. Foto: Andreas Steindl
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IT aus Aachen: Yvonne Salber und die Kisters AG zählen zu den unbekannten Marktführern aus der Region.

Oberforstbach. Sechs Tage wurde der Boden im Entree geschliffen – von glänzend in matt. Glänzend da steht die Kisters AG aber so oder so, das Aachener IT-Unternehmen ist in den Aachener Süden ins Gewerbegebiet Oberforstbach/Pascalstraße gezogen, residiert nun mit seinen 233 Mitarbeitern auf 6900 Quadratmetern – die dabei genug Platz bieten, um sich stetig zu vergrößern.

Am alten Firmensitz in der Charlottenburger Allee (4200 Quadratmeter) war es doch reichlich eng geworden für die IT-Experten, dort war sogar ein zweites Gebäude bezogen worden.

Zwei Bauten

Der neue Komplex – ehemals von T-Systems mit Leben gefüllt – besteht zwar auch aus zwei Bauten, die sind aber miteinander verbunden. Die Kisters AG ist am neuen Standort – wenn man so will – wieder zusammengewachsen.

Es gibt gute Gründe für den Umzug in den Aachener Süden. „Die Lage mit der Anbindung zur Autobahn ist ein ganz zentraler Grund“, sagt Vorstand Hanns Kisters. Die Auffahrt zur A44 liegt nur ein paar Hundert Meter weiter. Das Unternehmen ist international unterwegs, da braucht es eine entsprechende Verkehrsanbindung.

Die Kisters AG wurde vor 51 Jahren von Hanns Kisters‘ Vater Heinz als Ingenieurbüro gegründet. Mittlerweile lenken die Brüder Hanns und Klaus das Unternehmen, seit 1999 eine Aktiengesellschaft, mit Niederlassungen in China, Australien und den USA und weltweit 540 Beschäftigten. Insbesondere im Bereich Umweltconsulting hat sich die Kisters AG international einen Namen gemacht. Die Firma zählt zu den sogenannten Hidden Champions aus der Region, also den unbekannten Marktführern. Dafür sorgen auch die Software-Lösungen bei Energiefragen. Allein auf dem Energiemarkt gibt es 750 Kunden. Das Stichwort lautet Ressourcenmanagement. So gibt es beispielsweise eine App, den „Mobile Water Tracker“, der mit dem Smartphone Wasserstände bestimmen lässt. Sogar in einer Kaffeetasse.

Über Pontstieg und Frankensteg hat das Unternehmen nun also nach Oberforstbach gefunden, aufgrund der hohen Dichte von Software-Firmen im Aachener Süden fällt hier auch immer wieder der Begriff vom deutschen Silicon Valley. Das mag vermessen sein. Aber es ist definitiv viel Bewegung in diesem Gewerbegebiet.

Keine freien Flächen mehr

Aktuell weist die Internetseite der Stadt Aachen aus, dass es dort keine freien Gewerbeflächen mehr gibt. Unternehmen wie die DAS oder Inform haben sich vergrößert, neue Flächen wurden erschlossen, bebaut und bezogen. Und verwaiste Gebäude haben neue „Bewohner“ – wie im Falle der Kisters AG. Die findet hier große Konferenzräume, Platz für den Bereich 3D-Drucker, deren Vertrieb eher beiläufig zum Portfolio des Unternehmens gestoßen ist, aber viele Möglichkeiten bietet. In Betrieb genommen wurde ein neues Rechenzentrum mit modernster Sicherheitstechnik.

„Das Gebäude entspricht in hohem Maße unseren Bedürfnissen“, erklärt Firmensprecher Bastian Kreusing. Und im Untergeschoss entsteht noch dazu eine 400 Quadratmeter große Kantine mit Terrasse – samt Eifelblick.

Das sind dann buchstäblich glänzende Aussichten nach dem Umzug.

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