Aachen - Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft feiert Richtfest

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Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft feiert Richtfest

Von: Wolfgang Schumacher
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Prof. Ernst Schmachtenberg (Mitte) dirigiert den Richtkranz für das neue Gebäude der RWTH-Wasserbauer. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Es machte RWTH-Rektor Prof. Ernst Schmachtenberg sichtlich Spaß: Mit dem Finger am Bedienelement des Lastenkrans im Neubau des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft dirigierte er den Richtkranz an die Stelle, an die er hingehörte. „Wenn das mit dem Rektor nicht mehr klappt, werde ich Kranführer“, schmunzelte der gut gelaunte Hochschulchef.

Anlass seiner Aktivitäten war denn auch kurz vor Weihnachten äußerst positiv. Rückblick: Seit etwa 1970, wie man aus den Dankesworten des Lehrstuhlinhabers für Wasserwirtschaft Prof. Holger Schüttrumpf erfuhr, hatten „die Wasserbauer“ an der RWTH um einen Neubau gekämpft, der ihre antiquierte Versuchshalle in der Kreuzherrenstraße überflüssig machen soll. Den heutigen wissenschaftlichen Nachfahren des deutschen Talsperrenpapstes Otto Intze, der bereits 1870 an das damalige Aachener Polytechnikum berufen wurde und von 1895 bis 1898 Schmachtenbergs Vorgänger im Rektorat der RWTH war, wurde immer wieder eine neue Halle für wasserbauliche Versuchsanordnungen in Aussicht gestellt.

Zuerst habe das ausdrücklich der damalige NRW-Wissenschaftsminister und spätere Ministerpräsident Johannes Rau getan, dann wurde das Versprechen bei jeder Neuberufung pflichtbewusst erneuert. Doch erst am Mittwoch konnte der seit fünf Jahren im Amt befindliche Institutschef die Fertigstellung des Rohbaus feiern.

Den Richtspruch von Georg Genius (Bauunternehmung Quadflieg) nahm vielzählige Prominenz aus Hochschule und Ministerien entgegen, dabei auch die städtische Beigeordnete Gisela Nacken, die die guten Wünsche der Stadt überbrachte. Zu Beginn hatte die stellvertretende Niederlassungsleiterin des ausführenden Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) Aachen, Ute Willems, die Bedeutung des neuen Hochschulbaus beschrieben. In das viergeschossige Gebäude an der Ecke Hainbuchen-/Mies-van-der-Rohe-Straße mit seiner etwas mehr als 2200 Quadratmeter großen Wasserbauhalle, sind jetzt alle verstreut arbeitenden Institutsteile vereint, zudem zieht das Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie mit Prof. Heribert Nacken ein.

Der Clou ist die neue stützfreie Halle, die genügend Platz für die Anlage von Talsperren-Modellen, Flussabschnitten oder technische Einrichtungen wie etwa Pumpspeicherwerken im Kleinen bietet. Prof. Schütt­rumpf betonte, man könne solche Experimente nicht allein am Rechner vollziehen, die Erforschung am konkreten Modell sei unverzichtbar.

So wolle man Versuchsanordnungen mit Regenbogenforellen, Aalen oder Flusskrebsen schaffen, auch chemische Experimente würden gefahren. Das alles gehe eben nicht nur virtuell. Rektor Schmachtenberg hatte zu Beginn herausgestellt, dass es im Wettstreit der Exzellenz-Universitäten unabdingbar sei, die Nase immer ein Stück vorne zu haben. Wenn der Bau 2013 bezogen ist, wird das im Wasserbau wieder der Fall sein.

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