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Inspirationen aus Partnerstadt Sariyer: Ideen für Zusammenarbeit

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Eine gigantische Stadt im Aufbruch, in der in dem einen Teil Kopftücher eine Seltenheit sind, in dem anderen aber nicht. So beschreibt Axel Deubner, Baumaschinen-Unternehmer, seine Eindrücke nach der Rückkehr aus der Metropole Istanbul. Gemeinsam mit einer Delegation aus Aachen war er am Bosporus, wo die Städtepartnerschaft zwischen Aachen und Sariyer, das Istanbul angegliedert ist, jetzt auch von türkischer Seite besiegelt wurde.

„Wir haben großartige Freunde gefunden, und die Beziehungen zu unseren türkischen Freunden in Aachen haben sich vertieft“, schwärmt Deubner und spricht der Delegation dabei offensichtlich aus dem Herzen. Vorneweg Oberbürgermeister Marcel Philipp, der sich laut der Delegierten hervorragend mit seinem türkischen Amtskollegen Ükrü Genç versteht. „Ich habe selten eine solche Euphorie und eine so gute Zusammenarbeit erlebt“, meint auch Dr. Helmut Greif (Agit). „Wir haben in kürzester Zeit das erreicht, was man sonst erst in fünf Jahren schafft“, fügt er hinzu.

Lauter Ideen für Kooperationen

Die Delegation aus Politikern, Vertretern der Wirtschaft und Vertretern des Partnerschaftskomitees Aachen-Sariyer sprudelt vor Ideen für mögliche Kooperationen beider Städte. Die jeweiligen Universitäten verstärkt in Austausch zu bringen, ist dabei nur eines von vielen angedachten Projekten.

Die Erdbebenforschung spielt laut Dr. Okan Akin, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees AS-PA, in Sariyer eine große Rolle. Hier könnte er sich einen Austausch mit der RWTH sehr gut vorstellen. Ratsherr Hermann Pilgram (Grüne) sieht Möglichkeiten des kulturellen Austausches beim Thema Musik. So könnte ein Teil des Orchesters des Stadttheaters nach Sariyer fahren.

Und Çetin Saltan, Schatzmeister des Partnerschaftskomitees, prognostiziert einen regen Austausch auf wirtschaftlicher Ebene. Das in Aachen neu gegründete Unternehmen Mirtec, das in Sariyer Luftbremsteile produziere, habe sich wegen der Städtepartnerschaft für Aachen als Standort entschieden.

Knoten geplatzt

„Ich hatte das Gefühl, ein Knoten platzt, und es eröffnen sich ganz neue Dimensionen“, sagt Nurhan Karacak, Vorstand des Partnerschaftskomitees. Tatsächlich träumen die Delegierten nach ihrer Fahrt an den Bosporus von den Möglichkeiten, die eine Partnerschaft zwischen Aachen und Sariyer eröffnet. Dem Unternehmer Axel Deubner ist das alles viel zu sachlich. „Ich habe eine Woche gebraucht, bis ich meine Eindrücke verarbeitet habe“, meint er. Und schwärmt von einer Stadt, die Tag und Nacht lebendig sei.

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