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Inklusionsrunde stellt Weichen für rund 300 Förderkinder

Von: mg
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Aachen. Wie geht’s weiter nach der Grundschule? Für mehr als 300 Kinder mit besonderem Förderbedarf in Aachen und der Städteregion wird derzeit festgelegt, welche weiterführende Schule sie ab Herbst besuchen sollen.

Gut zwei Dutzend dieser Kinder sind aktuell noch nicht versorgt, zum Beispiel weil ihre Eltern mit der vorgeschlagenen Schule nicht einverstanden sind. Schulrat Wolfgang Müllejans nannte diese Zahlen jetzt im städtischen Schulausschuss. Auf Antrag der Grünen erläuterte Müllejans, nach welchem Konzept Förderkinder auf allgemeine Schulen verteilt werden.

Im Zuge der Inklusion, der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Bereichen der Gesellschaft, haben alle Eltern ab dem nächsten Schuljahr das Recht, ihr Förderkind an einer allgemeinen Schule anzumelden. Um die Verteilung, so Müllejans, kümmert sich die „Inklusionsrunde“, in der etwa Vertreter der Schulaufsicht und Abgesandte der verschiedenen Schulformen sitzen.

„Wir haben versucht, möglichst viele Elternwünsche umzusetzen“, erklärte der Schulrat. Beim Gymnasium allerdings, so seine Beobachtung, „reagieren die Eltern zurückhaltend“. „Dabei kann zieldifferenter Unterricht an jeder Schule geleistet werden.“ Wird ein Kind mit Behinderung zieldifferent unterrichtet, dann folgt sein Unterricht nicht den allgemeinen Lehrplänen für die einzelnen Fächer, sondern einem individuellen Förderplan.

Für die Verteilung der Förderkinder auf die verschiedenen Schulformen, erläuterte Mülle­jans, werde ein Schlüssel zugrunde gelegt. Gesamtschulen zum Beispiel bekommen 2,5 Förderschüler pro Zug. Einer sechszügigen Gesamtschule werden demnach 15 Förderschüler zugewiesen. Für die Hauptschulen sind eigentlich vier Förderschüler pro Zug vorgesehen. Tatsächlich nehmen die Hauptschulen aber sogar mehr Kinder auf, damit alle unterkommen können. Mit dem fortschreitenden Schülerrückgang werde es aber an den Hauptschulen künftig immer weniger Klassen pro Jahrgang und damit weniger Förderplätze geben, warnte Müllejans.

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