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„Infomobil Bildung”: Wie das Land das Lernen erleichtert

Von: Martina Stöhr
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Aachen. „Der berufliche Aufstieg beginnt mit Bildung”, hat Oberbürgermeister Marcel Philipp betont, als er das Infomobil des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in der Aachener Innenstadt besuchte.

In unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsmarkt hatte das kleine Gefährt am Dahmengraben Halt gemacht, um möglichst viele Menschen über Finanzierungsmöglichkeiten beruflicher Fortbildungen zu informieren.

Bildungsscheck und Bildungsprämie sind Begriffe, die bei weitem nicht allen Berufstätigen geläufig sind. Diese Erfahrung hat Michaela Jäger als Begleiterin des Infomobils gemacht. Dabei sei es recht einfach, eine Finanzspritze für Fortbildungsmaßnahmen zu bekommen, sagt sie.

Wie das geht, darüber klärten sie und ihre Kolleginnen diejenigen Passanten auf, die sich trotz des ungemütlichen Wetters die Zeit nahmen, sich zu informieren.

Mit der Bildungsprämie des Bundes oder dem Bildungsscheck des Landes NRW bekommen Beschäftigte, Unternehmen, Wiedereinsteiger oder Selbstständige einen Zuschuss zu ihren Weiterbildungskosten. „Und diese Chance sollten möglichst viele Menschen nutzen”, meinte Marcel Philipp.

Gerade eine Stadt wie Aachen sei wegen des Strukturwandels darauf angewiesen, dass sich möglichst viele Arbeitnehmer kontinuierlich fortbilden. Nur so seien sie den sich ständig ändernden Anforderungen des Arbeitsmarktes gewachsen. „Bildung ist immer auch ein Indikator für die wirtschaftliche Stärke einer Region”, betonte er.

Um Bildungsprämie und Bildungsscheck bekannter zu machen, hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung im November eine ungewöhnliche Aktionstour durch ganz Deutschland gestartet: Vier Infomobile schwärmten in alle vier Himmelsrichtungen aus, um die Finanzierungsangebote bekannter zu machen.

Und das Konzept scheint aufzugehen, meint Michaela Jäger und verweist auf entsprechende Rückmeldungen. Aachen war für sie und ihre Kollegen die Endstation. Neben Marcel Philipp und der Bundestagsabgeordneten Petra Müller (FDP) hatten sich Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur, und Thomas Hissel, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen, als Kooperationspartner vor Ort eingefunden, um sich über berufliche Weiterbildung, berufliche Entwicklung und Fördermöglichkeiten auszutauschen.

Der Bildungsscheck des Bundes diene vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, sich immer wieder dem globalen Markt anzupassen, erklärte Elke Breidenbach. In Anspruch nehmen können ihn Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Ob Computer- oder Sprachkurse oder sogar ein Kurs zur Rückenschule: das Angebot an Fortbildungsmaßnahmen sei vielfältig.

Seit Anfang des Jahres besteht zudem die Möglichkeit über die Bildungsprämie des Bundes Zuschüsse zu beantragen. Zuschussberechtigt sind Personen mit einem Jahreseinkommen bis zu 20.000 Euro, bei Ehepaaren sind es 40.000 Euro.

Ob Bildungscheck oder Bildungsprämie: Beide können bei der Regionalagentur Aachen beantragt werden. Kontakt: Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur Aachen, Tel.: 0241 9631925.
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