Aachen - Inda-Schüler fühlen sich in Europa zu Hause

CHIO-Header

Inda-Schüler fühlen sich in Europa zu Hause

Von: Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:
inda_bu
Internationale Zusammenkunft am Inda-Gymnasium: Die Schule beherbergt derzeit Delegationen ihrer Comenius-Partnerschulen aus ganz Europa und stellt gemeinsame Projekte vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Windräder vielerlei Größen und Farben schmücken den Schulhof des Inda-Gymnasiums. Jugendliche stehen in Gruppen zusammen, unterhalten sich auf Türkisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Deutsch. Schulleiter Arthur Bierganz hat in der ersten Reihe der Schulaula Platz genommen und beobachtet das bunte Treiben: „Es ist eine ganz tolle Atmosphäre, so richtig multikulti.”

Zum Beginn des Schuljahres 2009/2010 wurde das Inda-Gymnasium eine Comenius-Schule. Das von der Europäischen Kommission geförderte Programm setzt sich für lebenslanges Lernen und den Austausch der europäischen Mitgliedsstaaten ein. Zurzeit sind 46 Schüler mit ihren Lehrern aus Orgon (Frankreich), Gazantiep (Türkei), Torrellano-Elche (Spanien) sowie zwei Schulen aus Quartu Sant´Elena (Sardinien) in Aachen zu Gast.

Nachdem die Schüler von Oberbürgermeister Marcel Philipp empfangen wurden und die Stadt Aachen besichtigt haben, zeigen sie am Folgetag bei einem Fest, was es bedeutet, eine Comenius-Schule zu sein. Dazu haben sie musikalische Darbietungen und Vorträge vorbereitet und präsentieren ihre selbst hergestellten Windräder, die Wind zu Strom machen. Zum Comenius-Projekt gehört nämlich nicht nur das Erlernen von Fremdsprachen, sondern ebenso die Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses. Weil das Inda-Gymnasium im Jahr 2008 als Agenda-21-Schule ausgezeichnet wurde, sind die Themen Umwelt und erneuerbare Energien ohnehin ein fester Bestandteil des Lernprogramms. Mit den Partnerschulen entschied man sich deshalb für das Thema „Energie(formen) und ihre Bedeutung für unsere Zukunft”.

„Die Idee mit den Windrädern haben wir bei unserem ersten Treffen in Frankreich, im Herbst letzten Jahres, entwickelt. In der Zwischenzeit wurden die Konzepte umgesetzt und jede Schule hat eine Windmühle mitgebracht”, erklärt Uta Steinel-Schrenk, Lehrerin für Französisch, Sozialwissenschaften und evangelische Religion. Gemeinsam mit ihren Kollegen Katharina Warzecha und Markus Minklai betreut sie das Comenius-Projekt und ist begeistert von den vielen Möglichkeiten, die es bietet: „Für die Schüler ist es eine ganz große Herausforderung, so viele verschiedene Sprachen und Kulturen kennenzulernen - auch wenn sie sich natürlich hauptsächlich auf Englisch unterhalten.” Die EU-Abgeordnete Sabine Verheyen lobte in ihrer Ansprache die gelungene Umsetzung des Projekts: „Hier wird Verständigung und ein gemeinsames Europa gelebt.”

Insgesamt eine Woche lang sind die Jugendlichen bei den Familien der Schüler aus den Klassen sechs bis neun zu Gast. In Aachen wollen sie gemeinsam überlegen, welches Projekt sie im kommenden Herbst umsetzen wollen. Dann wird eine Gruppe Aachener Schüler nach Gazantiep in die Türkei reisen. Im Frühjahr 2011 findet das letzte Treffen in Spanien statt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert