Inda-Schüler beweisen: Es geht auch ohne Brad Pitt

Von: Nils Heinichen
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Volles Haus im Apollo-Kino: Der Literaturkurs des Inda-Gymnasiums zeigt seinen sechs selbst gedrehten Kurzfilme auf großer Leinwand. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Der Science-Fiction-Film „Ein Stück Realität“ oder der Horrorstreifen „Die weiße Maske“ sind zwar keine Blockbuster aus Hollywood, doch haben die beiden Kurzfilme gezeigt, dass auch ohne aufwendige 3D-Technik, teure Spezialeffekte und bekannte Schauspieler wie Brad Pitt eine sehenswerte Produktion auf die Beine gestellt werden kann.

24 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses am Inda-Gymnasium präsentierten nach einem Jahr Arbeit unter dem Titel „Begegnungen“ ihre sechs selbst gedrehten Filme im Apollo-Kino. Neben den beiden fiktionalen Filmen wurden auch die Filme „Facebook-Friend“, „Obsessed“, „Fast normale Ferien“ und die Komödie „Liebe auf Bestellung“ vorgeführt. Wie es sich bei einer guten Kinovorstellung gehört, gab es für die Zuschauer eine Tüte Popcorn.

„Das ist nun der dritte Film-Literaturkurs, den ich an der Schule anbiete“, erklärt Lehrer und Film-Fachmann Julian Eilmann. „Zunächst haben wir die Grundlagen und Theorie des Filme-Machens besprochen. Dann folgte der große Schritt ‚Drehbuch‘“, ergänzt er. Dabei durften die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihren Film ganz nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. „Anfangs war ich schon ein wenig skeptisch, als ich hörte, dass manche Gruppen einen Science-Fiction- oder Horrorfilm drehen wollen. Umso erstaunter bin ich jetzt über die Ergebnisse“, sagt Eilmann.

Obwohl es in allen sechs Gruppen auch immer mal wieder einige Probleme gab, sind zur Premiere alle Filme rechtzeitig fertig geworden. „Beim Dreh gab es zum Teil Schwierigkeiten mit der Belichtung. Auch das Wetter machte uns eins ums andere Mal zu schaffen“, schildert Dominik Beckers, der am Film „Fast normale Ferien“ mitwirkte. „Zum Teil sind die Filme dann erst auf den letzten Drücker fertig geworden, weil zum Beispiel der Schnitt noch nicht ganz stimmte. Das ist aber auch bei Hollywood-Produktionen nicht anders“, fügt Julian Eilmann an.

Gruseln und Lachen

Zwischen sechs und 18 Minuten dauert ein Film. Dadurch, dass alle Filme einem anderen Genre zugehören, konnte sich das Publikum sowohl gruseln als auch beherzt lachen. Per Akklamation wurde nach der Vorstellung aller Filme der beste Film gekürt. Den meisten Applaus erhielt der Horrorfilm „Die weiße Maske“.

„Alle Filme sind klasse geworden. Das liegt am großen Engagement der Schüler“, sagt der Film-Fachmann, der selbst im Alter seiner Schüler mit dem „Filmemachen“ begann. So denkt der Lehrer darüber nach, die Filme beim Jugendfilmfestival „Up and Coming“ einzureichen.

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