In zehn Jahren 361.000 Euro erlaufen

Von: Nina Krüsmann
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Marlieluis Walbert , Monika Sehring, Kerstin Klingebiel und Karen Siebert (hinten, von rechts) präsentieren gemeinsam mit den Schülern der Viktor-Frankl-Schule und Pantomime Scheibub (vorne, Mitte) das neue Logo für den zehnten Aachener Friedenslauf. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zum zehnten Mal laufen in diesem Jahr tausende Aachener Kinder und Jugendliche für den Frieden. Der 10. Friedenslauf findet am 15. Juli unter dem Motto „Grenzen überwinden - Frieden schaffen” statt, Start und Ziel sind wieder am Katschhof.

Organisiert wird der Lauf von einem Trägerkreis, dem unter anderem Pax Christi im Bistum Aachen, das Netzwerk Aachener Schulen gegen Gewalt und Rassismus und das Forum Ziviler Friedensdienst angehören.

„Zehn Jahre Ausdauer für den Frieden drücken sich aus in 1200 Helfern, 33.150 Läufern, 165.750 gelaufenen Kilometern und 361.000 Euro Spendeneinnahmen für Friedensprojekte”, schilderte Karen Siebert, Projektleiterin des Friedenslaufs bei Pax Christi. Der Lauf verbinde Spaß und Sport mit der Möglichkeit, sich aktiv für den Frieden zu engagieren.

„Ganz konkret ermöglichen die Spendeneinnahmen die Umsetzung von Friedensprojekten in Aachen und weltweit”, betont Siebert. Förderer aus Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen Jahr für Jahr den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung - von gesponserten Bananen, über die notwendigen Absperrgitter bis hin zu den beliebten T-Shirts.

Schirmherren sind Oberbürgermeister Marcel Philipp, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Superintendent Hans-Peter Bruckhoff und Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff. Zum Jubiläumsfriedenslauf gibt es auch ein neues Logo, eine weiße Taube, mit Kappe und Laufschuhen bestückt und in sportlicher Pose.

Zum Lauf selbst gehört ein großes Begleitprogramm. „Kinder und Jugendliche der teilnehmenden Schulen können selbst ausprobieren, wie sie die Grenzen in ihren eigenen Köpfen überwinden und Konflikte friedlich lösen können”, kündigt Siebert an.

„An unserer Schule haben sich die betreffenden Workshops für unsere Teilnehmer als ausgesprochen nachhaltig erwiesen. Sie haben viel daraus mitgenommen”, freuen sich Kerstin Klingebiel, Konrektorin der Viktor-Frankl-Schule, und Lehrerein Monika Sehring.

Der Pantomime Scheibub etwa zeigt den Kindern wie sie auch ohne Worte sensibel auf Konflikte reagieren können. Coolness-Workshops zeigen, wie man auch bei Provokationen einen kühlen Kopf bewahrt. Friedensprofis aus den Philippinen und dem Kosovo berichten von ihrer Arbeit und ausländische Studierende diskutieren mit den Teilnehmern über ihren Aufenthalt in Deutschland.

„Etwas ganz besonderes”

„Unser Lauf ist etwas ganz Besonderes, denn es ist selten, dass so viele verschiedene Menschen so gut harmonieren. Egal, ob gesund oder krank, gläubig oder nicht, Grundschüler oder Gymnasiast - alle haben ein Ziel vor Augen”, freut sich Siebert.

„Das eingenommene Geld fließt zurück in die Schulen, wo wir Anti-Gewalttrainings und Rassismus-Aufklärung betreiben. Der andere Teil geht zum Beispiel in Projekte in Bosnien-Herzegowina, wo wir Begegnungen von Jugendlichen ermöglichen.”

Karen Siebert rechnet erneut mit rund 4000 Teilnehmern. Anmeldungen sind noch bis zum 9. Mai möglich, 900 Zusagen liegen bereits vor. Weitere Infos zum zehnten Aachener Friedenslauf gibt es bei Pax Christi unter 0241/402876.
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