Aachen - In wenigen Tagen wird es ernst am Katschhof

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In wenigen Tagen wird es ernst am Katschhof

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Vorbereitungen für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes Katschhof: Am Freitag wurden drei Linden gefällt und drei weitere Linden zurückgeschnitten, damit in Kürze die Fassaden energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden können. Ersatzpflanzungen sind nach einer Umgestaltung von Straßen und Plätzen geplant. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Erste Vorarbeiten laufen bereits, doch Außenstehende werden die groß angelegte Sanierung des Verwaltungsgebäudes am Katschhof erst Anfang Januar wahrnehmen: Gleich nach Neujahr - am 4. Januar - wird dort eine Baustelle eingerichtet, die die Aachener zwei Jahre lang begleiten und Auswirkungen auch auf die diversen Innenstadt-Feste haben wird.

Rund 16 Millionen Euro sind für den Umbau an zentraler Stelle der Stadt veranschlagt. Am Ende soll der 60er-Jahre Bau zwischen Rathaus und Dom kaum noch wiederzuerkennen sein und den Streit um das dort einst geplante Bauhaus Europa endgültig vergessen lassen: Hinter einer rundum sanierten Fassade wird voraussichtlich Anfang 2012 die zentrale Anlaufstelle der Route Charlemagne samt vielfältiger Informationen zur Stadtgeschichte eingerichtet. Und auch der Bürgerservice verliert seinen provisorischen Charakter und erhält neue schicke Räume.

Doch bis es soweit ist, werden sich Politik, Verwaltung und Bürger mit etlichen Änderungen abfinden müssen. Denn ab Mitte Januar verlassen die Fraktionen, die Finanzverwaltung, OB-Mitarbeiter, Personalrat und Bürgerservice ihre angestammten Räume. Neue Standorte sind gefunden und der Zeitplan für den Umzug steht, wie Vera Bortz, kaufmännische Leiterin des Eigenbetriebs Gebäudemanagement, erläutert.

Im wesentlichen sind es drei Adressen, die sich die Aachener merken müssen: Das ehemalige Gesundheitsamt an der Hackländerstraße, das von den Abteilungen für Finanzen, Steuern und Wirtschaft bezogen wird; die Habsburgerallee, wo bei einer Versicherung Räume für Fraktionen, OB-Mitarbeiter und Personalvertreter angemietet wurden; schließlich die Wespienstraße, nahe dem Kaufhof, wo vorübergehend der Bürgerservice zu finden sein wird.

Während die Umzugsfrage geklärt ist, bereitet die Baustelle der Verwaltung noch einiges Kopfzerbrechen. Zwar werde weniger Fläche benötigt, als bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung zu erwarten wäre, sagt Michael Ferber, Leiter des Gebäudemanagements, dennoch werden „nicht alle Veranstaltungen so ungestört ablaufen können wie in den vergangenen Jahren”.

Offene Fragen

Gemeint sind insbesondere September Special, Weinfest und Weihnachtsmarkt. Ungewiss ist noch, ob während dieser Großveranstaltungen die Baustelle stillgelegt werden soll oder die Veranstaltungen etwas kleiner ausfallen müssen, bzw. Buden an anderer Stelle aufgestellt werden können. Auch der Oberbürgermeister ist an den Beratungen beteiligt, schließlich gehe es auch um die „Außenwirkung der Stadt”.

„Unser Ziel ist es, alle Highlights stattfinden zu lassen. Aber Einschränkungen wird es geben”, sagt Vera Bortz. In der Ritter-Chorus-Straße werden die Gehwege für den Aufbau eines Krans, Bauwagen und Materialien benötigt, auf dem Katschhof wird die Terrasse abgesperrt. Umrahmt wird das Ganze von einem geschlossenen Bauzaun. Ferber: „Es soll nett aussehen, wenn es Veranstaltungen gibt.”

Das gilt auch für die Karnevalszeit, in der wie immer das Pennzelt auf dem Katschhof stehen wird, und für die Karlspreisverleihung an Christi Himmelfahrt. Während der traditionellen Open-Air-Veranstaltung werden die Besucher aber zusammenrücken müssen. Der Blick der Festgesellschaft wird dann vermutlich noch auf Baugerüste fallen, denn die Arbeiten an der Fassade werden vor-aussichtlich erst im Sommer 2010 beendet sein.

Der weitere Zeitplan: Mitte 2010 bis Anfang 2011 Abbruch- und Erdarbeiten im inneren Bereich des Gebäudes, anschließend Bauarbeiten und Innenausbau. Wenn alles glatt geht, ist der Bau Anfang 2012 bezugsfertig und der Katschhof dann auch wieder uneingeschränkt zu benutzen.
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