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In Sachen Sanierung gibt‘s noch viel zutun

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Blicken auf zehn erfolgreiche Jahre zurück: (v.l.) Kerstin Jockenhövel-Ptak, Michael Stephan und Sabine Fenchel von Altbau plus. Foto: Lachmann

Aachen. „Wir können uns nicht ausruhen“, meint Michael Stephan, Geschäftsführer von Altbau plus. Obwohl er mit Genugtuung auf die letzten zehn Jahre der Beratungsstelle am AachenMünchner-Platz zurückblickt, sieht er noch jede Menge Handlungsbedarf.

„Der Wohnraum von morgen muss energieeffizient und barrierearm sein“, meint er mit Blick auf den demografischen Wandel.

Seit nunmehr zehn Jahren unterstützt die Beratungsstelle Hauseigentümer in allen Fragen rund um die energetische Sanierung. Zwölf Gründungsmitglieder waren es damals, die Altbau plus aus der Taufe hoben. 37.000 Beratungen hat es seither gegeben, pro Jahr gibt es rund 1400 Kontakte in der Beratungsstelle. Die Sanierungsquote in Aachen und der Städteregion ist mittlerweile doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

Erfolgreich sind Michael Stephan und sein Team vor allem auch Dank eines gut funktionierenden Netzwerkes, zu dem unter andern die Stadt Aachen, die Städteregion, die RWTH und verschiedene Handwerksinnungen zählen. Die Städteregion beispielsweise leistet Unterstützung bei den Haus-zu-Haus-Besuchen. Die energetische Beratung findet direkt vor Ort statt. Altbau plus berät auch über die möglichen Förderungen einer Sanierung. Beim monatlichen Sanierungstreff in Aachen werden wechselnde Themen besprochen, auch in der Städteregion gibt es an wechselnden Orten Infoabende.

Das Thema „energetisches Sanieren“ ist laut Stephan ein hoch spannendes Thema. Es sei entscheidend dafür, ob die Energiewende gelingen könne oder nicht. Er selbst wohnt in einem Niedrigenergiehaus, ist sich aber bewusst, dass auch er in Zukunft sanieren muss. „In Zukunft werden wir einen nahezu 0-Energiestandard haben“, sagt er. Darauf sollten sich die jungen Familien, die heute bauen, so weit wie möglich einrichten. Wer später energetisch sanieren muss, der bezahlt das teuer, auch wenn er im Gegenzug von der Energieersparnis profitiert.

Wenn es nach Michael Stephan ginge, würde sich die Förderlandschaft deutlich verändern und an die wahren Bedürfnisse des Marktes anpassen. Die Fördermittel seien aber auch nicht das Allheilmittel, um energetische Sanierungsprojekte ins Rollen zu bringen. „Die energetische Sanierung muss preiswerter werden“, fordert Stephan. Steine mit einer Dämmung im Inneren seien da beispielsweise eine Lösung.

Laut Stephan gibt es 130.000 Wohnungen in Aachen, 30 Prozent seien sanierungsbedürftig. „Da liegen 100 Jahre Arbeit vor uns“. Das Problem dabei: „Viele Hausbesitzer glauben nicht an die Wirtschaftlichkeit des energetischen Sanierens“, meint Stephan. Wichtig dabei sei, dass man sich beraten lasse und nicht etwa die Konzepte des Nachbarn oder Freundes auf sein eigenes Haus übertrage. So nämlich sei die erhoffte Ersparnis tatsächlich nicht zu erreichen. „Jedes Haus hat seine ganz eigene Struktur und muss entsprechend individuell betrachtet werden.“

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