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In Sachen Klimaschutz geht die Stadt mit gutem Beispiel voran

Von: Anja Klingbeil
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Planungsdezernentin Gisela Nac
Planungsdezernentin Gisela Nacken (5. von rechts) begrüßt die Teilnehmer des Erfahrungsaustauschs der sogenannten Goldkommunen des European Energy Awards im Haus Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wo steht eine Kommune in Sachen Klimaschutz? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um dem Erfordernis eines sparsamen, effizienten Ressourcenverbrauchs gerecht zu werden?

An welcher Position befindet sich eine Kommune im Vergleich mit anderen Städten? Diese Fragen werden im Rahmen der Zertifizierung mit dem „European Energy Award” (eea) beantwortet, an der die Stadt Aachen seit zwei Jahren teilnimmt. Nun fand in Aachen ein bundesweiter Erfahrungsaustausch der „Gold-Kommunen” des European Energy Award (eea) statt. 18 Teilnehmer aus neun Städten nahmen waren vor Ort.

„Durch den European Energy Award konnten wir den Klimaschutz in der Verwaltung breiter verankern. Wir erhielten einen sehr guten Überblick über alle klimarelevanten Maßnahmen, und haben durch die sehr gute, vorgegebene Struktur ein hilfreiches Instrument für die weitere Planung von Maßnahmen an der Hand”, erklärte Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken bei ihrer Ansprache im Haus Löwenstein.

Der European Energy Award (eea) ist ein Qualitätssmanagement- und Zertifizierungssystem, das Kommunen ermöglicht, die Qualität der Klimaschutzaktivitäten zu erfassen und zu bewerten. Das wichtigste Werkzeug des eea-Programms ist der eea-Maßnahmenkatalog. In sechs Handlungsfeldern werden Stadtplanung, kommunale Gebäude, Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Organisation erfasst und bewertet.

Inzwischen beteiligen sich 770 Kommunen in zehn Ländern am eea. In Deutschland nehmen 215 Städte, Gemeinden und Kreise teil. 75 Kommunen sind zertifiziert, 16 davon mit Gold. Erreicht eine Kommune mindestens 50 Prozent der maximal erreichbaren Zahl von 500 Punkten, erfolgt die Auszeichnung mit dem eea. Werden 75 Prozent der Punkte erreicht, erfolgt die Auszeichnung mit dem European Energy Award Gold. Der European Energy Award wird in NRW mit bis zu 90 Prozent von der Landesregierung gefördert.

Aachen nimmt seit 2009 teil. Die Verwaltung hat aus diesem Anlass ein Energieteam gegründet, das fachbereichs- und dezernatsübergreifend tätig ist und Energie- und Klimaschutzthemen breit in der Verwaltung verankert. Die für den Klimaschutz in Aachen relevanten Maßnahmen wurden gemäß der eea-Systematik zusammengestellt. Dadurch wurde ein guter Überblick geschaffen, der es ermöglichte, weitere Potenziale auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz, Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien zu erschließen.

Mehr als 100 Projekte für die nahe Zukunft wurden erarbeitet und sind in einem energiepolitischen Arbeitsprogramm dargestellt. Diese reichen von der Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen, der Entwicklung einer Klimaschutzsiedlung über die Planung einer Stadtbahn bis zur Fernwärmeerschließung des Campus Melaten. Dieses Programm wiederum ermöglicht der Stadt die regelmäßige Kontrolle der Maßnahmenumsetzung und eine bessere Planung.
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