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In diesem Hotel ist nicht nur die Telefonleitung tot

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Misstrauen, dubiose Machenschaften und dann die erste Leiche: In der Klangbrücke zeigen die Mimen vom „Poetischen Anfall“ eine Kriminalkomödie, wie sie im Buche steht. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ein kleines, heruntergekommenes Hotel an der Küste Nordamerikas ist der Schauplatz für die nunmehr 28. Inszenierung des „poetischen Anfalls“. Die Theatergruppe an der RWTH besteht aus Studierenden verschiedener Fakultäten und nebenberuflichen Theaterliebhabern.

In diesem Jahr haben sie sich für eine temporeiche Kriminalkomödie entschieden, bei der einem das Lachen manches Mal im Halse stecken bleiben wird.

Wasser tropft durch die Decke

Die Handlung von George Batson „Liebe, Mord und Vollpension“ hat unter der Regie von Christoph Sieber und Matthias Kammer eine Menge Pfiff abbekommen. Die Geschichte spielt in den 20er Jahren in der Nähe von Gloucester in Massachusetts. Das Hotel „Kolonial“ steht zum Verkauf: Es mangelt an allen Ecken und Enden, es tropft durch die Decke. Page Patty (Henriette Alert) muss schon Schüsseln und Töpfe aufstellen, in denen sich das Wasser ansammelt.

Madame Philips (Laura Bündgen) erwartet die Käuferin, eine arglose Kleinstadtbibliothekarin, die sich ihren Lebenstraum erfüllen will. Mindestens eine schicke Lobby und eine Drehtür sollte ihr neues Hotel schon haben, meint Belinda Pryde (hinreißend dargestellt von Merieke Heuer). Sie und der Kommodore Lucius Towser (Leonard Schiel) wollen den alten Kasten wieder flott machen. Als sie in einer Regennacht nach langer Reise ankommen, ist von Lobby und Drehtür nichts zu sehen. Stattdessen treiben sich dubiose Gestalten herum. Seltsame Dinge geschehen und nicht nur die Telefonleitung ist tot.

Plötzlich entdeckt die neue Besitzerin die erste Leiche. Wer ist der Mörder? Was ist das Motiv? Die Dorfpolizei ist keine große Hilfe. Statt sich mit Hotelgeschichten aus Büchern zu beschäftigen, stellt Belinda noch in der Nacht der Hotelübergabe ihre eigenen Ermittlungen an und kommt den dunklen Machenschaften auf die Spur. Dabei gerät sie immer tiefer in den verbrecherischen Morast ihres neuen Heims und kommt dem Übeltäter gemeinsam mit den Wachtmeistern Small (Sven Fritzsche) und Gil (Constanze Ehret) auf die Schliche.

Großes Publikumsinteresse

Keine Frage – „Liebe, Mord und Vollpension“ ist eine Kriminalgeschichte, wie sie im Buche steht. Seit 1991 inszeniert der „Poetische Anfall“ jedes Jahr ein neues Stück. Das Publikumsinteresse an der jungen Amateurtheatergruppe aus Aachen ist groß. Die Premiere war restlos ausverkauft und die Begeisterung für die dargebotene Unterhaltung ehrlich.

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