Aachen - In die Schule am Kennedypark kehrt wieder Leben ein

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In die Schule am Kennedypark kehrt wieder Leben ein

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Steht seit Sommer 2013 leer: Jetzt soll die Schule am Kennedypark für die Bedürfnisse der Förderschule Walheim hergerichtet werden, damit diese näher ins Zentrum der Stadt rücken kann. Foto: Harald Krömer

Aachen. Nach den Sommerferien 2015 soll wieder neues Leben in das leerstehende Schulgebäude am Kennedypark einkehren. Im Schulausschuss stellten die Politiker am Montag die Weichen für den Umzug der Förderschule Walheim zum Kennedypark.

Die dafür veranschlagten Umbaukosten konnten zwischenzeitlich deutlich gesenkt werden. War anfangs noch knapp eine halbe Million Euro für die Herrichtung der vorhandenen Räume veranschlagt, so konnte die Kostenschätzung zwischenzeitlich auf 282.000 Euro runtergedrückt werden. Nach Einschätzung der Verwaltung können trotz dieser deutlichen Reduzierung die besonderen räumlichen Anforderungen der Förderschule für ihre derzeit 63 Grundschüler erfüllt werden.

Unter anderem sollen Klassen-, Neben- und Differenzierungsräume sowie Räume für die Ganztagsbeschulung „multifunktional“ genutzt werden. Auch Verwaltungs- und Besprechungsräume können mehrfach genutzt werden. Das Lern- und Unterrichtskonzept sei durch die abgespeckte Raumplanung nicht beeinträchtigt, gibt sich die Verwaltung zuversichtlich. Auch eine Ausstattung der Klassenräume mit Miniküchen sei gewährleistet.

Die Rede ist von einer „kompakten Raumgeometrie“, durch die der allseits gewünschte Umzug der Förderschule von Walheim an den Kennedypark nun auch wirtschaftlich möglich wird. Platz ist auch für zwei Tagesgruppen. Und im 3. Obergeschoss ist in dem für eine Grundschule eigentlich überdimensionierten Gebäude sogar noch Platz für eine Jugendeinrichtung oder einen Jugendverband. Einen konkreten Mieter habe man noch nicht im Blick, heißt es seitens der Verwaltung. So soll auch ein möglicherweise nötiger Umbau erst später erfolgen. Im Blick hat man somit zunächst nur das Erdgeschoss und die beiden darüber liegenden Etagen.

Von den Schulpolitikern aller Fraktionen gab es für die vorgelegten Pläne viel Lob, und auch der Leiter der Walheimer Förderschule, Thomas Weinen, äußert sich zuversichtlich, auch unter veränderten Planungen am neuen Standort das pädagogische Konzept umsetzen zu können.

Politik und Fachverwaltung sehen darin zugleich eine Lösung, die auch unter den Vorzeichen der Inklusion von Dauer sein soll. Erstens ist die zentralere Lage günstiger für den Einzugsbereich der förderbedürftigen Schüler, zweitens aber gehen alle Fachleute davon aus, dass auch auf längere Sicht noch die Kompetenz der speziell geschulten Lehrer und Therapeuten solcher Förderschulen gebraucht wird.

Deren Wissen und Können soll den inklusiven Schulen noch möglichst lange zugute kommen. So hat der Schulausschuss am Montag in einem gesonderten Tagesordnungspunkt auf Drängen der Grünen auch ein „Bekenntnis“ zu den noch bestehenden Förderschulen abgegeben. Zwar werde letztlich der Elternwille über den Erhalt der Schulen entscheiden, doch eine „Perspektive“ müsse ihnen auch die Politik signalisieren, meinen die Grünen. Am Ende kam ein etwas halbherziger Beschluss zustande, wonach nun „zukunftsgerichtete Unterrichtskonzepte zur Beschulung von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf“ thematisiert und entwickelt werden sollen.

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