In der Sommerpause sortiert Schwarz-Grün die Bewerber

Von: Gerald Eimer
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Personaldezernent Hein Lindgen
Personaldezernent Hein Lindgens hört im Januar 2012 auf, sein Nachfolger wird gleich nach den Sommerferien Foto: Harald Krömer

Aachen. Gleich nach den Sommerferien steht bei der Stadt die wichtigste Personalie des Jahres an: In der Ratssitzung am 14. September soll der neue Personaldezernent gekürt werden, verantwortlich für immerhin rund 4000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Innerhalb der Mehrheitsfraktionen von CDU und Grünen laufen trotz Sommerpause die Abstimmungsprozesse über mögliche Kandidaten auf Hochtouren. Beste Aussichten werden nach „Nachrichten”-Informationen einem Bewerber aus Baden-Württemberg und einem weiteren aus dem Bonner Raum bescheinigt.

Geht alles nach Plan, werden Ende nächster Woche die Einladungen für die Vorstellungsrunde am 12. September in den Fraktionen versandt, kurz darauf soll bereits der Nachfolger des jetzigen Personaldezernenten Hein Lindgens gewählt werden. Seinen Dienst wird er im Januar antreten.

Für Lindgens endet am 4. Januar 2012 seine achtjährige Amtszeit als Dezernent. Zugleich wird er sich nach 45 Dienstjahren bei der Stadt in den Ruhestand verabschieden. „Ich bin dann knapp 63 Jahre alt, da muss es mal gut sein”, sagt er. Dass ihm der Abschied schwer fällt, will er nicht leugnen - „aber alles hat seine Zeit”.

Eingefleischter Aachener

Der joviale Aachener, stets für einen Scherz und einen guten Spruch zu haben, gehört zu den intimen Kennern der Verwaltung und der politischen Landschaft. Er war unter anderem persönlicher Referent des früheren Oberbürgermeisters Kurt Malangré (CDU) und hat gut zwölf Jahre das Bezirksamt Haaren geleitet. Seit 2004 leitet er das Dezernat für Personal, Organisation und Soziales.

Dem Vernehmen nach hätte Lindgens gerne noch ein paar Jahre verlängert, CDU und Grüne wollen nun jedoch den Generationenwechsel. Schwer gespannt auf den Nachfolger ist nicht zuletzt der städtische Personalrat, der eng mit dem neuen Dezernenten zusammenarbeiten muss. „Von ihm hängt viel ab”, sagt die Personalratsvorsitzende Karola Hoch, „seine Philosophie prägt den Umgang mit den Beschäftigten.” In welche Richtung die Reise geht - darüber herrscht bislang noch absolutes Stillschweigen.

Der Personalwechsel ist für Schwarz-Grün zugleich Anlass, die Arbeitsfelder der Dezernenten neu zu ordnen: Lindgens Nachfolger wird sich künftig nicht mehr um das Soziale kümmern müssen, er erhält dafür aber die Aufsicht über den Stadtbetrieb.

Das Soziale geht an das neue Dezernat VI, das Anfang nächsten Jahres vom jetzigen Co-Dezernenten Manfred Sicking übernommen werden soll. Er soll sich daneben wie gehabt um die Wirtschaftsförderung, Europäische Angelegenheiten und das Immobilienmanagement kümmern.

Derweil blickt Lindgens dem Stühlerücken gelassen entgegen. Er tritt am Montag erstmal seinen vierwöchigen Urlaub an und freut sich auf entspannende Wandertage auf dem Eifelsteig. Gleich nach seiner Rückkehr wird er wissen, wen er einarbeiten muss.
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