Aachen - In der Lousberg-Sage steckt ganz viel Musik

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In der Lousberg-Sage steckt ganz viel Musik

Von: Martina Stöhr
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Sparsame Ausstattung: Die schwarze Kleidung der jungen Darsteller ist die Basis für Kostüme, die zurückhaltend gestaltet werden. Die Kinder sollen im Vordergrund stehen. Foto: Ralf Roeger
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Harte Arbeit: Vera und Günther Kerkhoffs proben mit den Kindern für die Aufführungen in der Brander Marktschule. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Lousberg-Sage um den Teufel, der seinen Daumen in der Domtür verliert, und sich dafür rächen will, ist der Stoff, auf den die Kinderoper in Brand in diesem Jahr erneut zurückgreift. Und der Szene, in der der Teufel auf das Marktweib trifft, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Sie ist auf Öcher Platt und wird gesprochen - und nicht gesungen. Ansonsten aber haben die Kinder reichlich Gelegenheit, ihre Stimmgewalt zu beweisen.

Auf der Bühne singen, tanzen und spielen rund 50 Schüler der Marktschule Brand. Vor der Bühne spielen weitere 20 Kinder im Orchester. Eine ganze Schülerschar ist also bei der Aufführung des „Teufelsbergs“ in Aktion und will gebändigt werden. Das ist laut Regisseurin Vera Kerkhoffs nicht immer einfach. „Gerade jetzt ist die Stimmung aber wunderbar“, sagt sie. Und die Premiere am Samstag, 18. Juni, um 18 Uhr, rückt derweil immer näher.

Ungeahnte Stimmgewalt

Damit wächst auch die Nervosität der kleinen Darsteller. In der Turnhalle proben sie die einzelnen Szenen und beweisen dabei eine ungeahnte Stimmgewalt. Alle sind schwarz gekleidet, und das ist auch die Basis für die einzelnen Kostüme. Der Teufel beispielsweise erscheint nicht mit roten Hörnern und schwarz-rotem Outfit. „Wir arbeiten mit reduzierten Kostümen“, erklärt Vera Kerkhoffs.

Der Teufel bekommt also nur sehr kleine, gemalte Hörner und ein paar neonfarbene Tücher. „Die Kinder selbst sollen im Vordergrund stehen“, meint Kerkhoffs. Sie organisiert die Kinderoper in der Marktschule zum dritten Mal im Rahmen der Offenen Ganztagsschule. Und auch diesmal wieder funktioniere der soziale Lernprozess ganz wunderbar. „Die Kinder wachsen zusammen“, sagt sie.

Für die Arbeit mit dem Orchester zeichnet Günther Kerkhoffs verantwortlich. Die Proben seien harte Arbeit, meint er. Nicht nur für ihn, sondern auch für die Kinder. Zum Einsatz kommen vor allem Schlaginstrumente, dann aber auch Flöten und vielleicht sogar Gitarren. Insgesamt sind 70 Kinder an der Inszenierung beteiligt.

„Der Teufelsberg“ kommt dabei zum fünften Mal zur Aufführung. Und laut Günther Kerkhoffs bringt er alles mit, was für eine Oper typisch ist. Mit dem Entstehen des Stückes auf der Bühne wachsen laut Vera Kerkhoffs das Selbstbewusstsein und die Kreativität der Kinder. Und die Nervosität werde immer geringer, je näher die Premiere rücke.

Öffentliche Generalprobe

Karten gibt es im Vorverkauf bereits über die Brander Buchhandlung am Markt, Trierer Straße 788, Tel.: 0241/ 526251. Neben der Premiere, die nur für geladene Gäste gedacht ist, gibt es folgende Vorstellungen: Die öffentliche Generalprobe am Freitag, 17. Juni, um 11 Uhr, die zweite Vorstellung am Sonntag, 19. Juni, um 16 Uhr, eine Gruppenvorstellung im Rahmen der Schultheatertage am Mittwoch, 22. Juni, um 11 Uhr sowie die Vorstellungen am Samstag, 25. Juni, und Sonntag, 23. Juni, jeweils um 16 Uhr. Alle Vorstellungen finden in der Turnhalle der Marktschule statt.

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