In der Kita wird jetzt auch Arabisch gesprochen

Von: Martina Stöhr
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Viel Lob für die Vorlesepatinnen: hinten von links Claudia Kuckelkorn, Isa Porras, Janina Mazur, Marlene Sommer und Monika Johannsen, vorne von links Meryem Yilmaz, Mariva Meder und Eveline Kruse. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Wir wünschen uns, dass die kulturelle Vielfalt unsere Kita noch mehr bereichert und die unterschiedlichen Sprachen einen festen Platz im Alltag haben.“ So heißt es einem Papier zum Projekt der Vorlesepaten im Familienzen-trum Albert-Maas-Straße.

Gemeinsam mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) hat das Zentrum mehrsprachige Vorlesepaten ausgebildet. Immerhin haben 80 Prozent der Kita-Kinder hier einen Migrationshintergrund. Rund 24 Sprachen sind in der Einrichtung vertreten.

Dass jetzt neben Deutsch unter anderem auch Russisch, Serbisch, Türkisch und Arabisch in der Kita vorkommen, ist laut Claudia Kuckelkorn, stellvertretende Leiterin der Einrichtung, ein Gewinn. „Die Kinder sind fasziniert, wenn sie ihrer Sprache begegnen“, sagt sie. Kein Wunder also, dass das mehrsprachige Puppenspiel, das die frischgebackenen Vorlesepatinnen selbst entwickelt haben, bei den Kleinen ganz besonders gut ankam.

Ein Ziel des Projekts ist es, Eltern, Großeltern und Ehrenamtler als Paten für die Kinder zu gewinnen und fortzubilden. Vorgelesen wird in verschiedenen Sprachen, und eine kleine Bibliothek mit mehrsprachigen Büchern bietet dabei eine erste Auswahl.

Die aktuelle Vorlesepaten­gruppe hat sich mit Spracherwerb, Entwicklungspsychologie und Kriterien für gute Bücher auseinandergesetzt. Als Anerkennung ihrer Leistungen bekamen die Teilnehmerinnen jetzt eine Urkunde als ausgebildete Vorlesepatinnen.

„Ich bin als Mutter zu dem Projekt gekommen“, sagt Monika Johannsen. Sie wollte die Zeit nutzen, um mit den Kleinkindern etwas Sinnvolles zu tun. „Und Sprache und Kultur sind auch für die anderen Eltern interessant“, ist Meryem Yilmaz überzeugt. Sie liebt die Vielfalt in der Kita und meint: „Hier ist es multi-kulti.“

Initiatorin des Projekts war Eveline Kruse von der RAA Aachen. Unter dem Titel „Bücher-Mehr“ hat sie die Patinnen auf ihrem Weg bis zum Erhalt der Urkunde begleitet.

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