Aachen - In 72 Stunden die Welt etwas verbessern

In 72 Stunden die Welt etwas verbessern

Von: chc
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Sie sind dabei: von links Nina und Tim Holtermann, Christian Meirich, Yana Heinisch und Koordinator Gerhard Nellessen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Kennengelernt haben sie sich einst über den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Rund zehn Jahre dürfte das jetzt her sein, befreundet sind sie immer noch, auch wenn das Studium sie in verschiedene Himmelsrichtungen verschlagen hat.

Tim Holtermann studiert in Essen Bauingenieurwesen, Christian Meirich das gleiche an der RWTH. Nina Holtermann hat sich in Siegen für Mathe und Physik auf Lehramt eingeschrieben, Yana Heinisch absolviert derzeit ein freiwilliges soziales Jahr.

Der Entschluss, dass sie zusammen ein Projekt machen wollen, mit dem sie anderen helfen, war schnell gefällt. Nur die Koordination war schwierig, sie fanden einfach keinen Termin, um sich Gedanken darüber zu machen, was sie tun wollen.

Mussten sie auch gar nicht. Denn bei „72 Stunden - Uns schickt der Himmel”, so nennt sich die Aktion, an der sich die Studenten beteiligen, gibt es für junge Menschen wie Yana, Nina, Christian und Tim ein passgenaues Angebot.

Bei der sogenannten „Get it”-Variante wird den Teilnehmern erst kurz vor dem Projektbeginn gesagt, was sie zu tun haben. Dann tickt die Uhr. Ab dem 7. Mai haben die jungen Leute exakt 72 Stunden, um die ihnen gestellte Aufgabe zu bewältigen.

Was alle Projekte miteinander verbindet, ist der freiwillige Einsatz für andere. „Das kann was handwerkliches, politisches, soziales oder ökologisches sein”, sagt Yana, die die 72-Stunden-Initiative, eine Sozialaktion des BDKJ, auch mitorganisiert.

Christian und Tim haben schon einen eindeutigen Favoriten, sie hoffen auf eine handwerkliche Herausforderung, was nicht zuletzt am Studienfach liegen dürfte. Aber auch ein anderes Projekt werden sie mit großem Ehrgeiz angehen. „Wir möchten es auf jeden Fall schaffen, und wir werden es auch schaffen”, ist sich Tim sicher.

Die Zielsetzung ist ambitioniert: Nach den 72 Stunden soll die Welt ein bisschen besser sein. Mit Blick auf die Teilnehmerzahlen scheint es aber machbar. Allein in Aachen haben sich bislang 26 Gruppen mit 490 Teilnehmern angemeldet, und es werden beinahe täglich mehr.

Die Initiatoren rechnen damit, dass sich bundesweit 100000 junge Menschen beteiligen. Und wer sich nicht überraschen lassen möchte, der hat auch die Möglichkeit, sich mit einem konkreten Projekt anzumelden und sich sorgsam auf die 72-Stunden-Aktion vorzubereiten.

Wichtig ist allein, dass sich die Jugendlichen für andere stark machen. Nina glaubt aber, dass letztlich alle von der Aktion profitieren werden. Sie sagt: „Der Reiz der Aktion ist für uns auch, dass wir nachher sagen können: Toll, dass wir dabei waren, wir haben echt was geschafft.”
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