In 30 Minuten bis zum Anschlag geladen

Von: Jan Mönch
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Wollen Massen mobil machen: Ha
Wollen Massen mobil machen: Hauke Hinrich (Smartlab), Peter Asmuth und Christian Becker (Vorstand Stawag), Peter Wüstnienhaus, Gisela Nacken, Andreas Pfeiffer (Smartlab) (v.l.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Beim Thema Elektromobilität von einem „Abschluss” zu sprechen, mag seltsam klingen. Schließlich steckt die Sparte in vielerlei Hinsicht noch in den Kinderschuhen. Aber, das wurden Beteiligte nicht müde zu betonen, es ging auf dem Gelände der Stawag ja auch um einen Abschluss, der nahtlos an einen neuen Anfang anknüpft.

Mit E-Aix und Smart Wheels wurden gleich zwei Projekte abgeschlossen, bei denen die Stawag gemeinsam mit Kooperationspartnern ähnliche Ziele verfolgte. Auf einen finanziellen Umfang von knapp 20 Millionen konnte dabei zurückgegriffen werden, 12,5 Millionen davon stammten aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.

3000 Elektrofahrzeuge

Die Leitfrage ließe sich so formulieren: Wie kann das Elektrofahrzeug die Massen mobil machen? Das jüngste Ergebnis: Die offiziell freigegebene Schnellladestation in der Lombardenstraße. Innerhalb von nur noch gut 30 Minuten anstelle von sechs bis acht Stunden lassen sich dort ab sofort Elektrofahrzeuge aufladen. Das ist natürlich immer noch ein Vielfaches von der Zeitspanne, die man als Autofahrer an einer herkömmlichen Benzinzapfsäule verbringt. Zwei weitere Gründe dafür, dass laut Kraftfahrtbundesamt trotz mittlerweile vorhandenen Angebots noch keine 3000 Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen, sind geringe Reichweite und hohe Anschaffungskosten.

Bei der Stawag sieht man die Zukunft der E-Mobilität ohnehin nicht in einem „Eins-zu-eins-Ersatz des Individualverkehrs”, sagt Vorstand Christian Becker. Vielmehr gehe es um das Verknüpfen von abgasfreien Pkw und Zweirädern mit dem öffentlichen Nahverkehr zu einem unkomplizierten Gesamtkonzept. In Sichtweite hat man dabei auch beliebter werdende Ideen wie das sogenannte Car-Sharing.

In Aachen sichtbar ist dies nach dem Abschluss von E-Aix und Smart Wheels vor allem durch mittlerweile 45 Ladestationen sowie mehrere Verleihstationen von Elektrofahrrädern. Grips verwendet man jedoch auch auf das Testen von Prototypen und die Logistik abseits der Straße: Wie soll bei einem entindividualisierten Verkehr etwa das Bezahlsystem aussehen? Und auch der Fuhrpark der Stawag ist mittlerweile um einige Elektromobile reicher. Dass diese trotz vieler Ladestationen auf Aachens Straßen eindeutig noch als Exoten durchgehen, davon lässt Christian Becker sich nicht beirren: „Die Fahrzeuge werden kommen.”
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