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Immer mehr junge Mütter sind auf sich allein gestellt

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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„Guter Start ins leben”: Der Sozialdienst katholischer Frauen hofft, dass noch mehr junge Mütter und Väter den Treffpunkt in der Wilhelmstraße nutzen. Von links Liesel Katzy (SkF-Vorstand), Geschäftsführerin Ursula Braun-Kurzmann, Ferdinand Plum (Vorstand der Stiftung „Hilfe für Mutter und Kind”) sowie Petra Marchand, Mitarbeiterin im Treffpunkt an der Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Helle Räume, kindgerecht ausgestattet und genau auf die Bedürfnisse junger Mütter zugeschnitten: Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bietet jetzt all jenen einen Zufluchtsort, die ansonsten keine Unterstützung bei der Erziehung ihrer Babys oder Kleinkinder haben.

In der dritten Etage der Wilhelmstraße22 können sie andere Mütter treffen oder einfach mal verschnaufen. „Der Bedarf ist sicher da”, meint Ursula Braun-Kurzmann als Geschäftsführerin des SkF. Denn immer mehr junge Mütter seien ganz auf sich allein gestellt. Die Räume sollen in erster Linie Treffpunkt sein. „Denn solche Angebote gibt es in Aachen kaum”, meint Braun-Kurzmann. Darüber hinaus finden die Besucherinnen aber jede erdenkliche Unterstützung in jeder Lebenslage.

Zehn Frauen machen inzwischen regelmäßig von dem Angebot des Projekts „Guter Start ins Leben” Gebrauch. Sie tauschen sich aus, greifen sich gegenseitig unter die Arme oder nutzen einfach die seltene Gelegenheit, ein bisschen auszuruhen. Pädagogische Fachkräfte nehmen sich in der Zwischenzeit der Kinder an. Außerdem sollen gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten Abwechslung in den Alltag bringen und verhindern, dass den jungen Müttern daheim die Decke auf den Kopf fällt. Eine Familienhebamme steht als Gesprächspartnerin zur Verfügung.

Hemmschwelle zu groß

Auch wenn der Treffpunkt ohne vorherige Anmeldung oder sonstige bürokratische Hürden besucht werden kann, warten die Verantwortlichen nicht einfach nur darauf, dass die Mütter aus eigener Initiative kommen. „Die Hemmschwelle ist einfach zu groß”, weiß Ursula Braun-Kurzmann.

Deshalb geht der SkF in die Familien, knüpft dort erste Kontakte und ermuntert die jungen Mütter und Väter, den Treffpunkt zu besuchen.

Ein gut funktionierendes Netzwerk zwischen Beratungsstellen, Ärzten, Frauenhaus und Krankenhäusern hilft dabei, genau die Familien anzusprechen, die ganz besonders auf Unterstützung angewiesen sind.

Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Anschubfinanzierung der Bischöflichen Stiftung „Hilfe für Mutter und Kind”. „Das Projekt entspricht genau der Zielsetzung unserer Stiftung”, kommentiert Geschäftsführer Martin Novak. 160.000 Euro stellte die Stiftung zur Verfügung, damit ist die Arbeit für zwei Jahre finanziell gesichert. Danach - so hoffen die Verantwortlichen - könnte die Stadt Aachen in die Bresche springen.

Laut Braun-Kurzmann zeigen die ersten Erfahrungen, dass ein solcher Treffpunkt vielen Müttern tatsächlich helfen kann. Jetzt hofft sie darauf, dass immer mehr Mütter und Väter den Weg in die Wilhelmstraße finden und von dem Angebot Gebrauch machen.

Interessierte Eltern können mit den Mitarbeiterinnen des Projekts persönlich Kontakt aufnehmen (470450) oder während der Öffnungszeiten einfach vorbeischauen: montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 10 bis 15 Uhr.
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