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Immer mehr Aachener sollen Radfahrer werden

Von: Jan Mönch
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Mit dem Radl da: Viele Aachener kamen mit dem Zweirad zum Aktionstag am Elisenbrunnen. Dort gab es reichlich Informationen rund ums Fahrrad. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Dass das Fortbewegungsmittel Fahrrad einige gewichtige Argumente auf seiner Seite hat, braucht man eigentlich niemandem zu erzählen. Lästige Parkplatzsucherei ist dem konsequenten Radfahrer ebenso fremd wie Ärger über steigende Spritpreise.

Und dass man mit dem Fahrradpedal mehr für die eigene Gesundheit tut als mit dem Gaspedal, weiß ohnehin ein jeder.

Allerdings müssten viel mehr Bürger die Konsequenz ziehen, das Auto öfter stehen lassen und das Rad nutzen. Das jedenfalls findet Dr. Stephanie Küpper. Die die Stadtbedienstete leitet das Projekt „FahrRad in Aachen”, in dessen Rahmen am Samstag der zweite Aachener Fahrradtag am Elisenbrunnen stattfand. Wie schon im vergangenen Jahr - damals noch in der Großkölnstraße - beteiligten sich zahlreiche Fahrradclubs, Athleten und Händler, außerdem die belgische und die deutsche Polizei an dem Programm.

„Wir wollen möglichst viele Aachener vom Fahrrad überzeugen”, sagt Stephanie Küpper - wichtig sei es, schon bei den Jüngsten anzufangen. Sie selbst etwa bringe ihren Sohn stets mit dem Rad zur Schule, ein eigenes Auto besitze sie gar nicht. „Ich fahre Rad, auch bei Wind und Wetter.”

Neue Radstreifen

Dass viele zu großen Respekt davor haben, sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr fortzubewegen, kann Küpper gut verstehen - auch hier will die Kampagne „FahrRad” Abhilfe schaffen. So soll in Kürze damit begonnen werden, den Grabenring mit Fahrradstreifen zu versehen, an Ampeln sollen eigene, vorgezogene Haltelinien für Radler hingepinselt werden. Kommendes Jahr dann, so denn die Kampagne weiter Erfolg hat, soll der Alleenring folgen.

Rücksichtslosigkeit sei kein Verhalten ist, das ausschließlich Pkw-Führer beherrschen, erklärt Dieter Wisniewski, Leiter der Polizeidienststelle Verkehrsunfallprävention. Häufig gebe es Beschwerden über Radfahrer in Fußgängerzonen. Viele Radler gefährdeten sich selbst, etwa durch Fahren ohne Licht.

„Natürlich darf man da aber nicht alle über einen Kamm scheren. Und ein Unfallproblem haben wir deswegen auch nicht”, so der Beamte. Dennoch klärten Wisniewski und seine Kollegen am Fahrradtag auch über das Thema Verkehrssicherheit auf.

„FahrRad in Aachen” hat das Aufkommen an Fahrrädern tatsächlich schon erhöht: Davon ist Stephanie Küpper überzeugt - wobei ein handfester Nachweis schwierig zu erbringen ist. Einen guten Hinweis aber bieten die Fahrradabstellplätze an Schulen. Diese seien vielerorts zu klein geworden.
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