Im Wasserwerk Reichswald Trinkwassersorten erschmeckt

Von: Martina Stöhr
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Interessante Einblicke: Im Wasserwerk Reichswald lernen Gymnasiasten von St. Leonhard viel über die Trinkwasserversorgung für Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Gar nicht so einfach, den Geschmacksunterschied von so viel unterschiedlichem Wasser zu erkennen. Alexander Liebs und seine Mitschüler vom St. Leonhard-Gymnasium zerbrechen sich den Kopf: Stilles Mineralwasser, gesprudeltes Mineralwasser, gesprudeltes Trinkwasser, Trinkwasser, Rohwasser oder destilliertes Wasser. Die Auswahl ist groß, und immer wieder gehen die Schüler an die Proben, um herauszufinden, um welches Wasser es sich jeweils handelt.

„Das ist ganz schön blöd, wenn man einfach nicht weiß, was es ist“, meint Alexander. Spaß macht ihm und seinen Freunden der Aktionstag im Wasserwerk Reichswald in Verlautenheide dennoch. Rund 50 Schüler durchlaufen acht Stationen im Wasserwerk und sollen so lernen, wie es funktioniert.

Das Wasserwerk Reichswald stammt aus den 70er Jahren und ist eins von vier Grundwasserwerken, die Aachen mit Trinkwasser versorgen. Sie decken 25 Prozent des Bedarfs. Der Rest kommt aus Talsperren. An den unterschiedlichen Stationen müssen die Schüler praktische und theoretische Aufgaben lösen. So sollen sie herausfinden, wie viel Druck von Nöten ist, um Wasser in den dritten Stock zu pumpen. An einer anderen Stelle können sie selbst verschmutztes Rohwasser filtern und erkennen, wie die Kombination von drei verschiedenen Filtermaterialien ein einwandfreies Ergebnis bringt. Dadurch sollen sie lernen, wie die natürliche Reinigung des Wassers im Boden funktioniert.

Ein Hydrant in Aktion

Max Kirchhart, Lehrer am St. Leonhard, ist davon überzeugt, dass die Schüler in der Praxis immer besser lernen. Das Thema Wasser passe perfekt zum Thema Ökologie, dass er in der achten Klasse mit seinen Schülern behandle. Kirchhart steht beim Hydranten und weist die Schüler dort ein. Eine Gruppe junger Mädchen versucht anhand der Daten eines Schildes herauszufinden, wo der Hydrant ist. Einmal gefunden, wird er mit einem Schlauch in Aktion gebracht. Als das Wasser in hohem Bogen zu spritzen beginnt, schreien die Mädchen kurz auf. Ganz offensichtlich macht ihnen dieser Aktionstag großen Spaß.

Rund 1200 Schüler haben das Wasserwerk in den vergangenen neun Jahren kennengelernt. Die Stawag baut inzwischen auf die feste Kooperation mit Aachener Schulen. Bei den Aktionstagen vom 23. bis 25. April haben Schüler des St. Leonhard-Gymnasiums, der Heinrich-Heine-Gesamtschule und der Hauptschule Burtscheid die Möglichkeit, die Arbeit des Wasserwerks kennenzulernen.

Die Schüler arbeiten dabei in Gruppen, und die besten drei werden mit Kinokarten belohnt. Laut Heidi Zimmermann, die verantwortlich ist für die Kooperation mit den Schulen, ist ein Ziel der Aktion, die Schüler für Natur und Technik und für erneuerbare Energien zu begeistern. Das Wasserwerk soll dabei zu einem außerschulischen Lernort werden, der eine Entdeckungsreise liefert.

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