Im Rampenlicht lernen Schüler für das Leben

Von: Sarah Maria Berners
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Eine große Mannschaft organisiert die Theatertage. Jutta Kröhnert vom Theaterverein Akut und Elke Kunst vom Schulamt (vorne, 3. und 4. von links) betreuen die Schulen und präsentieren das neue Foto: A. Herrmann

Aachen. Ab dem 17. Mai ist es so weit. Dann erobern wieder Schultheatergruppen die Bühnen der Städteregion. 1800 Schüler aller Schulformen werden bei den Schultheatertagen im Rampenlicht stehen - und ein breites Spektrum der Theaterkunst präsentieren: von Preußlers kleinem Gespenst über Shakespeares Sommernachtstraum bis hin zu eigenen Produktionen.

Den Veranstaltern der 6. Theatertage - Bildungsbüro und Schulamt der Städteregion sowie die Aachener Kultur- und Theaterinitiative - geht es aber um mehr, als um tolle Bühnenshows. „Beim Theaterspielen können Kinder und Jugendliche sehr viel lernen. Sie lernen, sich zu bewegen, Sprache einzusetzen und sich zu präsentieren”, weiß Schulrat Christoph Esser. Darüber hinaus erlebten die jungen Schauspieler Phasen der Euphorie und Phasen, in denen es schlecht läuft. Und sie erlebten all diese Momente als Team.

Es gehört schon eine Portion Mut dazu, vor Publikum auf einer Bühne zu stehen. „Das alles ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt das Selbstvertrauen”, betont Oberbürgermeister Marcel Philipp und deswegen haben er und Städteregionsrat Helmut Etschenberg auch gerne die Schirmherrschaft übernommen. In diesem Jahr konnten noch mehr Schulen für die Theatertage gewonnen werden. Mit 51 sogar so viele, dass es den Etat beinahe gesprengt hätte. Aber abgelehnt wurde niemand. Die Finanzierer machten kurzfristig mehr Geld - insgesamt 40.000 Euro - locker.

Derzeit feilen Lehrer mit ihren Schülern an den Inszenierungen und bekommen dabei Unterstützung von Profis aus dem Theater-Business, von Schauspielern, Regisseuren und Bühnenbildnern. Denn auch für die ist die Arbeit mit Schulen wichtig. Zum Beispiel für Michael Schmitz-Aufterbeck, Intendant des Stadttheaters: „Die Theatertage ermöglichen es, die Kinder als künftige Rezipienten frühzeitig an die Kunst heranzuführen.”
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