Aachen - Im Physiklabor dem Licht auf der Spur

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Im Physiklabor dem Licht auf der Spur

Von: Lee Beck
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Spannende Ausflüge in die Welt der Physik: von lins Max Gier, Projektbetreuerin Stephanie Trump und David Meuthrath. Foto: Harald Krömer

Aachen. Hochschul-Luft schnuppern und Physik hautnah erleben, später vielleicht sogar in die Fußstapfen großer Nobelpreisträger treten: Darum ging es bei der Physikwoche an der RWTH. Schließlich gibt es schon mehrere Physik-Nobelpreisträger unter den RWTH- Absolventen, die leidenschaftlich im Dienste der Wissenschaft forschen.

Begeisterung und Leidenschaft für die Wissenschaft haben auch 32 naturwissenschaftlich hochbegabte Schüler aus Stadt und Städteregion Aachen zur diesjährigen Physikwoche mitgebracht. Durch die Aktion, die von der Sparkasse Aachen und der ihr angehörigen Bürgerstiftung für Kultur, Kunst und Wissenschaft unterstützt wird, konnten die Schüler der Stufe Q1 sich fünf Tage lang im Physikzentrum Melaten der RWTH-Aachen, Otto-Blumenthal-Straße, ausprobieren. „Wir haben 28 Schulen angeschrieben und sie gebeten, ihre begabtesten Schüler vorzuschlagen“, so Sparkassen-Vorstand Christian Burmeester. Ein Platz pro Schüler war garantiert.

Die Sparkasse übernimmt den organisatorischen Aufwand und sponsort Mittagessen und sonstige Kosten. „Wir setzen uns gerne für die individuelle Talentförderung ab der Grundschule ein“, fügt er hinzu. „Die Dozenten und wissenschaftlichen Hilfskräfte der verschiedenen Institute, die das Projekt durchführen, machen das allerdings ehrenamtlich“, betont Heidrun Heinke, Professorin für Experimentalphysik an der RWTH-Aachen. „Sie sind wahre Überzeugungstäter, ein Professor kommt immer noch jedes Jahr zur Physikwoche, obwohl er schon lange im Ruhestand ist.“ An Professor Heinkes Seite gab auch Dr. Christian Salinga physikalisches Wissen weiter.

Neben theoretischen Einführungen, einer Besichtigung des Fraunhofer Instituts und Vorlesungen durften die Schüler auch selbstständig experimentieren. Außerdem hatten die jungen Leute die Möglichkeit, sich mit Physikstudierenden auszutauschen und so eine erste Orientierung für ihre weitere Laufbahn zu erhalten. Im Fokus stand vor allem das Thema Licht aus physikalischer Sicht.

Dem 16-Jährigen Nick Kleine-Tebbe, Schüler des Einhard-Gymnasiums, hat die Physikwoche sehr gut gefallen. Er sitzt gerade im Dunkeln vor einem kompliziert aussehenden Gerät, aus dem ein Laserstrahl austritt. „Das ist ein Michelson-Interferometer“, sagt er. Mit so einem Gerät kann man die Wellenlänge eines roten Laserstrahls bestimmen. „Ich habe sehr viel gelernt, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich nehme gute Einblicke, wie ein Physikstudium aussehen wird mit nach Hause“, ist sein überaus positives Fazit.

Auch Max Gier (17) vom Inda-Gymnasium in Kornelimünster beschäftigt sich gerade mit Minima und dem Maxima des Lasers. „Ich weiß auf jeden Fall, dass ich nicht Physik studieren möchte“, sagt er. Der Schüler bevorzugt das Maschinenbaustudium, denn da gibt es seiner Meinung nach mehr Anwendungsmöglichkeiten.

Stephanie Thrump, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Betreuerin des Projekts, ist begeistert vom Engagement der jungen Leute: „Es war ein sehr erfolgreiches Projekt, und ich habe den Eindruck, dass die Schüler einiges mit nach Hause nehmen werden“.

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