Im Mai soll der Bau schon beginnen

Von: Margot Gasper und Conny Stenzel-Zenner
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Die Aachener Bank ist eine der Spender für das Hospiz am Itterbach: Franz-Heinz Flohr (Bank), Monika Josephs, Bernhard Wehbrink (beide Hospiz) und Franz-Wilhelm Hilgers (Bank). Fotos (2): Michael Jaspers Foto: Michael Jaspers
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Spende der Bauunternehmung: Martin Brandt (rechts) vom Vorstand der Hospizstiftung bedankt sich bei Georg Quadflieg. Foto: Ralf Roeger
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Unsere Leserin Betti Grahner (M.) ist die Namenspatin für das neue Hospiz, zur Freude der Leiterinnen Beatrix Hillermann (l.) und Ute Armbruster.

Aachen. Das Ziel ist ehrgeizig: „Im Mai soll Baubeginn sein“, sagt Bernd Wehbrink, Vorstandsmitglied der Hospizstiftung Region Aachen und Geschäftsführer von Home Care Aachen. „Und dann rechnen wir mit einem dreiviertel Jahr Bauzeit.“

Im Frühjahr könnte dann Aachens zweites Hospiz im Itertal eröffnen. Das Haus wird sehnsüchtig erwartet, denn in Aachen und der Städteregion fehlen Hospizplätze für die Betreuung schwerstkranker Menschen. Der Bauantrag, berichtet Wehbrink, sei eingereicht, die Ausschreibungsphase laufe.

Ebenso ehrgeizig wie die Bauplanung ist das Spendenziel für das neue Hospiz. Denn immerhin zwei Millionen Euro an Spenden muss die Stiftung insgesamt für das Großprojekt einwerben. Stolze 800 000 Euro zeigt das Spendenbarometer mittlerweile an. „Eine sehr schöne Höhe“, findet Wehbrink.

In die finanzielle Förderung ist Bauunternehmer Georg Quadflieg eingestiegen: „Ich gehöre dem Kuratorium der Stiftung an. Ich finde, wir sollten nicht nur mullen, wie der Aachener sagt, es muss auch Geld fließen.“

Auch die Aachener Bank engagiert sich mit einem großen Spendenbetrag für das neue Hospiz. „Und ich bin zuversichtlich, dass wir die zwei Millionen zusammenbekommen“, sagt Franz-Wilhelm Hilgers, Vorstandssprecher der Aachener Bank und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Hospizstiftung. Für ihn steht fest: „Das ist eine Sache, die wir unterstützen müssen.“ Hilgers ist sicher, dass das Projekt Hospiz vielen Menschen am Herzen liegt. „Wer jemals mit dem Thema in Berührung gekommen ist, der weiß, wie wichtig das ist.“

Monika Josephs, die sich für die Hospizstiftung um Koordination und Öffentlichkeitsarbeit kümmert, freut sich sehr über das Engagement in der Bevölkerung: „Auch jede kleine Spende trägt dazu bei, das Projekt Hospiz zu verwirklichen.“

Immerhin: Zentis-Chef Karl-Heinz Johnen hat ebenso wenig gezögert wie Dr. Herbert Falter vom Aachener Medienversand, als es galt, das Scheckheft zu zücken. Komplettiert wird die erste große Spendensumme durch die gewaltige Überweisung eines privaten Unternehmers, der komplett ungenannt bleiben will.

Doch das Engagement gibt den hat „Machern“ weiteren Schwung. Die Statik der früheren Geburtsklinik im Itertal ist geprüft, Bodenproben sind genommen, das Brandschutzkonzept liegt vor.

Daher hofft der Architekt Martin Kochs, im Mai mit den Umbauarbeiten loslegen zu können. Dann nimmt die Stätte, in der jeweils 14 Menschen aus der Stadt menschenwürdig das letzte Kapitel ihres Lebens aufschlagen, ganz reale Formen an.

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