Aachen - Im Libyen-Krieg Verletzte in Aachener Reha-Klinik behandelt

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Im Libyen-Krieg Verletzte in Aachener Reha-Klinik behandelt

Von: mas
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Spendenübergabe in der Ambula
Spendenübergabe in der Ambulanten Neurologischen Rehabilitationsklinik: Die SPD-Abgeordnete Ulla Schmidt und Dr. Magda Zakzuk (von links) freuen sich mit den Patienten und Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Mohamed Sharif Belhaj und sein Sohn Omar sind bereits seit Ende November in Aachen. Omar wurde im Krieg in Libyen schwer verletzt und bekommt nun in der Ambulanten Neurologischen Rehabilitationsklinik (NRK) an der Peliserkerstraße die Chance, wieder auf die Beine zu kommen.

Er und sein Vater sind dankbar für die Hilfe. Was die medizinische Versorgung betreffe, habe Deutschland einen guten Ruf in Libyen, sagt Mohamed Sharif Belhaj. Er wünscht sich, dass auch andere libysche Kriegsopfer in Deutschland in den Genuss medizinischer Versorgung kommen. „Die jungen Leute haben es verdient, dass man ihnen hilft”, sagt er. Sein Sohn Omar hat eine gute Prognose. Obwohl er mit schwersten Verletzungen kam, soll er in einigen Monaten wiederhergestellt sein.

„Die Menschen werden genau hinschauen, wer ihnen heute hilft”, bemerkte SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt, als jetzt die Firma Rahm 100 Unterarmstützen und zehn Rollstühle für die Kriegsopfer spendete. Außerdem sorgt die Organisation „humanplus” aus Nettetal mit Kleiderspenden dafür, dass die Kriegsopfer mit dem Notwendigsten ausgestattet sind, wenn sie nach Aachen kommen. Und die NRK übernimmt die Transportkosten. Sie hat auch den ersten Kriegsverletzten aus Libyen auf eigene Kosten aufgenommen.

Inzwischen werden in der Rehabilitationsklinik rund 40 Patienten aus Libyen behandelt. Dabei sei es allein mit der Erstversorgung nicht getan, sagen die Verantwortlichen. Neben notwendigen Operationen sei oft eine psychische Rehabilitation von Nöten, denn posttraumatische Belastungsstörungen seien an der Tagesordnung.

„Die rund 40 Patienten aus Libyen können sich gegenseitig stützen und ihre Erfahrungen austauschen”, meint Dr. Magda Zakzuk. Auch diese menschliche Nähe könne sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken.
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