Im Kennedypark steigt ein großes Festival der Jugendkultur

Von: Nina Krüsmann
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Rapper, Tänzer und weitere Vertreter der Jugendkultur wollen dem Festival am 6. Juli im Kennedypark zum Erfolg verhelfen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Wenn sich junge Migranten auf einer Ebene begegnen, sich finden und konkret an etwas arbeiten, dann kann sich etwas verändern“, sagt Richard Okon, Leiter der Offenen Tür (OT) Josefhaus der Pfarre St. Josef und Fronleichnam im Aachener Ostviertel. Das verbindende Element sei die Hip Hop-Musik, betont er.

„Nicht Rock, nicht Pop sondern eben das Schreiben und Präsentieren von Raps mit Texten aus dem Lebensalltag der jungen Leute, über Toleranz, Respekt und Integration, das verspricht die nachhaltigen Effekte, die wir uns erhoffen“, sagt Okon.

In der Weiterführung des erfolgreichen Projektes „Aachen Ost – Was geht?“ veranstaltet das Josefshaus gemeinsam mit der OT Carl Sonnenschein Haus, den Jusos und den Falken am Samstag, 6. Juli, von 16 bis 22 Uhr ein multikulturelles Jugendkulturfestival im Kennedypark unter dem Motto „Respect! – Aachen Ost against racism“. „Damit wollen wir dazu beitragen, das Verständnis und Miteinander junger Menschen zu fördern und rassistischen Einstellungen entgegen zu wirken“, erklärt Mitorganisator Gerhard Nellessen, Jugendbeauftragter im Bistum Aachen.

Im hauseigenen Tonstudio der OT Josefshaus mache man regelmäßig die Erfahrung, dass Rap Kunst ist, wie Okon betont. „Es ist eine kreative Form, die junge Leute anspricht und aktiviert und ihnen damit einen Weg aus der Sackgasse ebnen kann.“

Auch die OT Carl Sonnenschein Haus macht beim Festival mit und ist laut Leiter Dieter Rütten eine Multikulti-Einrichtung mit mehr als 25 Nationen. Die Tänzer der OT beteiligen sich am Programm auf der Bühne.

Nachhaltigkeit zu erzeugen und Inspiration zu schaffen, liegt den Veranstaltern am Herzen. Sie rechnen mit bis zu 500 Besuchern. „Wir bieten Hip Hop, Tanz, Comedy und Poesie bei einem Poetry Slam. Am Nachmittag ist ein offenes Mikrofon geplant, damit auch spontan noch Raum für Auftritte da ist“, sagt Moderator Khalid Bounouar. Das Hauptprogramm beginnt um 18 Uhr und wird bereichert von DJ Cave Zaremi.

Mit dabei sind die bekannten Rapper Farah Rieli, Emmo Amiri und „Tack Attack“ sowie Benaissa Lamroubal von „Rebellcomedy“, bekannt auch vom RTL Comedy Grand Prix.

Neben dem Bühnenprogramm gibt es Verpflegungs-, Spiel- und Mitmachangebote, die zum Verweilen und zum Austausch einladen. Auch die Falken beteiligen sich mit Programmpunkten, bringen unter anderem eine Mädchentanzgruppe mit einer Streetdance-Show mit. Das Projekt wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus Aachen sowie das Bundesprogramm „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“ des Familienministeriums.

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