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Im Kennedypark lässt sich ein Stück Geschichte erleben

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
Zur Eröffnung eines neuen Bew
Zur Eröffnung eines neuen Bewegungsparcours gab es sogar Gedränge im Kennedypark. Insbesondere auch ältere Menschen können dort künftig ihren Kreislauf in Schwung bringen. Zugleich wollen dort Senioren „Bewegte Geschichte(n)” aus dem Viertel präsentieren. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Lebensräume verändern sich, weil die Menschen sich verändern”, sagte Elisabeth Paul, stellvertretende Städteregionsrätin, als jetzt drei neue Projekte im Kennedypark eingeweiht wurden.

Zum einen soll ein Bewegungsparcours vor allem ältere Menschen in Bewegung bringen. Hier können sie ihre Feinmotorik trainieren und ihren Kreislauf in Schwung bringen. Dabei sollen Muskeln und Gelenke durch schonende, fließende Bewegungen trainiert werden.

Außerdem bietet der „Gelbe Backsteinweg” Gelegenheit, ein Stück Aachener Geschichte hautnah zu erleben. Und das ist laut Heike Ohlmann, Projektleiterin der Umgestaltung des Kennedyparks, der besondere Wunsch vor allem älterer Bürger gewesen. Sie hätten sich auch engagiert an der Gestaltung des Gelben Bachsteinwegs beteiligt.

Wo sich heute der Kennedypark ausbreitet, stand bis Anfang der 1960er Jahre die Gelbe Kaserne, an die nun ein Rundweg erinnert. Niedrige gelbe Stelen markieren die Stationen des Wegs und kleine Tafeln informieren über wichtige historische Aspekte.

Der Weg von einer Stele zur nächsten wird markiert durch im Boden eingelassene gelbe Backsteine im „alten Reichsformat”, die an eine Schnitzeljagd erinnern. Er thematisiere „die vielfältig-multikulturelle Gegenwart und den vergessenen historischen Aspekt des Garnisonsviertels und der Gelben Kaserne”, sagt Markus Ulrich vom Architekturbüro archigraphus, das mit der Planung beauftragt war.

In der Nähe der Bühne des Kennedyparks befindet sich die zentrale Infotafel. Durch vier Gucklöcher kann man hier die Eckpunkte der ehemaligen Kaserne anvisieren. Die historische Pinwand an der Infotafel dokumentiert Geschichte und Alltag rund um die Gelbe Kaserne.

Laut Ulrich wird der Gelbe Backsteinweg gut angenommen. Gerade die älteren Menschen hätten viel Freude daran gehabt, die Infotafeln mit alten Fotos auszustatten.

Bei der offiziellen Eröffnung folgten Vertreter der Stadt, der Städteregion, der Gewoge, des Gesundheitsamts und der AWO dem Gelben Bachsteinweg Station für Station.

Außerdem lernten sie einen der Rundgänge des Programms „Bewegte Geschichte in der Städteregion Aachen” kennen. Das Gesundheitsamt hat in Zusammenarbeit mit dem AWO-Begegnungszentrum Aachen-Ost ein Pilotprojekt initiiert, um ältere Menschen zu einem gesunden Leben zu motivieren.

Im Mittelpunkt stehen Spaziergänge, die neben Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten vor allem auch Geschichten der Alteingesessenen bieten sollen. In entsprechenden Broschüren soll alles nachzulesen sein.

Kein Wunder also, dass der Tag der Einweihung unter dem Motto „in den Kennedypark kommt Bewegung” stand. Und auch wenn die Fördergelder nun nicht mehr fließen, ist Bürgermeisterin Hilde Scheidt überzeugt, dass sich im Ostviertel auch in Zukunft noch viel tun wird.

Und damit die Besucher bei so viel Bewegung und Aachener Geschichte bei Kräften blieben, sorgte die Offene Tür Josefshaus für ihr leibliches Wohl.
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