Aachen - Im Hirsch-Center knubbelt´s sich

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Im Hirsch-Center knubbelt´s sich

Von: unserem Mitarbeiter Georg Dünnwald
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Aachen. „Es ist, als ob es hier etwas umsonst geben würde”, ist SPD-Ratsfrau Margret Schulz begeistert. Schon um 7 Uhr sollen rund 400 Kauflustige Schlange gestanden haben: Seit Dienstagmorgen ist das Hirsch-Center an der Elsassstraße eröffnet.

Ganz Aachen scheint auf den Beinen zu sein. Die 800 Parkplätze, die den Kunden des Edeka-Centers, von Aldi, der Drogerie Müller, C&A und weiteren Fachgeschäften und Imbiss-Unternehmen zur Verfügung stehen, reichen bei weitem nicht.

Es ist ein Ereignis fürs Ostviertel, ein bisschen wie Kirmes und Karneval zugleich. Im großzügigen, lichtdurchfluteten Foyer knubbelt es sich. Menschenmassen schieben sich durch die großen und kleinen Geschäfte. Jede Menge Kinder und Jugendliche ist dabei, seit Montag sind schließlich Osterferien, die Familien haben Zeit, Mama und Papa wissen so, dass der Nachwuchs zu Hause keinen Blödsinn treibt. So gut wie jeder Sprössling hält einen bunten Luftballon fest in seiner Hand, hin und wieder knallt´s - spitze Gegenstände sind nichts für Ballons. „Voll is et”, kommentiert trocken ein 60-Jähriger, der einen Poschweck und gefärbte Eier gekauft hat.

Vorm Café Nobis klirren die Tassen. Eine Kundin hat sich an der Tablettrückgabe verschätzt und versucht jetzt stegum, die Scherben verschwinden zu lassen. Im Foyer macht Dr. Musikus Stimmung. Auf dem Rücken hat er eine Trommel, er spielt Gitarre und gleichzeitig Mundharmonika. Hin und wieder singt er auch oder unterhält den Kundennachwuchs mit Spielchen. Links vor dem Haupteingang können mutige Jugendliche und ältere Kinder auf einem automatischen Stier Rodeo reiten. Lang hält´s dabei keinen auf dem Rücken des Bullen. Unter großem Gejohle der jungen Zuschauer fällt der Reiter auf weichen Untergrund.

Bürgermeisterin Hilde Scheidt eröffnet offiziell das Hirsch-Center. Bei C&A nehmen sie und Christina Behrend vom Kinderschutzbund aus den Händen von Filialleiter Frank Brosinski und dem Aachener C&A-Chef Louis Jaspers einen Scheck über 2500 Euro für die Arbeit des Schutzbundes entgegen. Die Grünen-Politikerin schwärmt: „Ein schickes neues Einkaufszentrum ist in nur kurzer Bauzeit mit vielen Arbeitsplätzen entstanden. Das Hirsch-Center ist eine Bereicherung für das Aachener Ostviertel.”

Die kleineren Besucher bestaunen den riesigen aufgeblasenen Goldhasen von Lindt, sie sind ganz hingerissen. Die größeren Kinder versuchen die Anzahl der Eier zu erraten, die zu einer Pyramide aufgeschichtet sind.

Die Ladeninhaber, Edeka und auch Aldi - ebenfalls proppenvoll - überschlagen sich fast in Eröffnungsangeboten. Ein großes Oberländer für zwei Euro, das ist doch schon was.

Am Montagabend, beim sogenannten Soft-Opening, nennt der Chef der Hirsch-Gruppe, Wolfgang Hirsch, das Center mit Hauptmieter Edeka und an der Mall aufgereihten Fachläden ein Pilotprojekt für bestehende SB-Warenhäuser. Und tatsächlich, das Konzept scheint aufzugehen. Ein neues Einkaufserlebnis für die Kunden ist entstanden. Die Leitung hatte Architekt Lutz Schober, der einst in Aachen an der RWTH sein Examen bestand.

OB Jürgen Linden lobt denn auch bei der Eröffnung für geladene Gäste den guten Mix der Geschäfte, und Alfons Frenk, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG mit Hauptsitz in Hamburg, spricht von einem Schmuckstück, das an der Elsassstraße entstanden ist: „Ein erfolgsversprechendes Projekt.” Den Ehrengästen präsentiert professionell und sympathisch die Aachener Rundfunkjournalistin Barbara Bäumges den Spitzenkoch Stefan Marquard mit einer Kochshow. Ein Pianist unterhält danach mit Hintergrundmusik die Eingeladenen.

Am nächsten Morgen dreht sich das Glücksrad vor der Drogerie Müller, die ersten Kunden kaufen exotische Früchte wie gelbe und rote Pitahaya. Ein Schuhputzer sorgt im Lebensmittelparadies für Glanz auch an den Füßen. Und auf der Dresdener Straße staut sich der Verkehr. Ganz Aachen scheint unterwegs zu sein.

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