Im Elisengarten schießt plötzlich heißes Wasser in die Höhe

Von: gei
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Nein, hier wurde keine neue Thermalquelle entdeckt: Auf der Terrasse des Elisenbrunnen-Restaurants wurde die Fernwärmeleitung Foto: Harald Krömer

Aachen. Volltreffer: Bei Umbauarbeiten auf der Terrasse des Elisenbrunnen-Restaurants haben Handwerker am Dienstag ausgerechnet eine Fernwärmeleitung der Stawag angebohrt. Über einen längeren Zeitraum hinweg sprudelte am Nachmittag 120 Grad heißes Wasser in die Höhe.

Für die Besucher im Elisengarten war es ein spektakuläres Schauspiel, für mehrere Anwohner aber hatte es eine unschöne Begleiterscheinung. Denn mehrere Gebäude kühlten im Laufe des Nachmittags merklich ab, darunter Sparkasse, Deutsche Bank, mehrere Geschäftshäuser entlang der Ursulinerstraße und das Elisenbrunnen-Restaurant selbst.

Mit Galgenhumor reagierte Armin Geiger, Küchenchef der Elisenbrunnen-Gastronomie, auf das unvorhergesehene Ereignis. „Wir haben eine neue Quelle entdeckt”, flachste er. „Leider sprudelt sie nicht schwarz.”

Nein, Öl trat nicht zum Vorschein, aber auch kein Thermalwasser, wie einige Passanten zunächst befürchtet hatten.

Dampfende Fontäne

Eigentlich sollten lediglich die Arbeiten für eine Überdachung der Terrasse vorangetrieben werden. „Mehr Komfort für unsere Gäste”, hat sich Geiger erhofft. Doch die mussten dann erstmal Stühle rücken. „Die Arbeiter haben genau in die Fernwärmeleitung reingebohrt”, teilte Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen am Nachmittag mit. Das Ergebnis war eine wunderbar anzusehende dampfende Fontäne.

Bis sie gestoppt werden konnte, verging einige Zeit. „Wir wollen das Leck so schnell wie möglich reparieren”, kündigte Bürgerhausen an, „da hängen schließlich einige große Kunden dran.” Doch zunächst musste die Leitung abgesperrt werden und die Hitze aus dem Rohr raus.

Die Arbeiten der Stawag zogen sich bis in den späten Abend hin. Ob die mit der Fernwärme versorgten Häuser am Mittwoch wieder wie üblich beheizt werden können, war bei Redaktionsschluss noch nicht abzusehen.
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