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Im Angebot: Ideen für das Schlammloch vor dem Haus

Von: Karen von Schmieden
Letzte Aktualisierung:
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Rund 10.000 Besucher nutzten die Baumesse Aachen, um sich Anregungen und Informationen abzuholen. Die jungen Gäste wiederum durften auf dem Gelände den Baggerführerschein absolvieren. Foto: Leah Hautermans

Aachen. Rund 140 Aussteller auf 8000 Quadratmetern: Die Baumesse Aachen wächst seit der ersten Veranstaltung vor fünf Jahren kontinuierlich. „Wir sind ausgebucht”, so Veranstalter Daniel Hornemann. Für die nächsten Jahre müsse man über eine Erweiterung nachdenken.

„Wir haben am Freitag mit viel Regen angefangen, aber der Bedarf sich zu informieren kommt ja nicht vom Wetter.” Rund 10.000 Interessierte haben die Messe in der Albert-Vahle-Halle auf dem CHIO-Gelände an den drei Veranstaltungstagen besucht.

„Wir verzeichnen zwei Hauptgruppen”, erklärt Hornemann. „Da sind die Jüngeren ab Ende 20, die ins Eigentum gehen. Die brauchen alles: Grundstück, Haus, Geld.” Makler, Banken und Baufirmen sind jedes Jahr auf der Messe vertreten, um dieser Nachfrage gerecht zu werden.

„Die zweite Gruppe sind dann deren Eltern.” Wenn das eigene Haus abbezahlt ist und die Kinder nicht mehr mitfinanziert werden müssen, ist Zeit und Geld für die Arbeit am Eigenheim da. Das geht vom Energiesparen bis zu den Möbeln nach Maß, „mal was anderes als Ikea”, so Hornemann.

„Wir bauen um: neue Bäder und neue Fenster”, erklärt Marlies Simmer, die mit ihrem Mann über das Außengelände schlendert. „Und Garten ist mein Hobby.” Für ihr Steckenpferd findet sie ein breites Angebot: „Der Gartenbau ist in diesem Jahr besonders stark vertreten”, erklärt Hornemann.

Vier Tage vor der Eröffnung haben die Verbände Garten- und Landschaftsbau NRWÊ bereits mit dem Aufbau begonnen. Stephan Laumen ist einer von drei Auszubildenden, der vor den Augen der Messebesucher einen kleinen, spiralförmigen Weg aus Sandsteinen festklopft. „Damit die Besucher hier sehen können, wie ein Garten angelegt wird”, erklärt er. „Das gefällt mir wirklich gut”, sagt Jana Klein, die nach Ideen für „das Schlammloch vor unserem Haus” sucht. „Hier gibt es teilweise ganz ausgefallene Vorschläge.”

Wer für das Bauprojekt die passende Maschine benötigt, findet auf dem Außengelände echte Schmuckstücke: zum Beispiel einen Ford V8 aus dem Jahre 1946, mit dem Schmuggler Kaffee über die belgische Grenze gebracht haben. Geräte mit dem Baujahr 2010 sind natürlich auch zu sehen; auf dem etwas kleineren Modell um die Ecke können Kinder einen Baggerführerschein absolvieren.

Firmen im Netzwerk

80 Prozent der Aussteller stammen aus der Region. Ein starker Trend, den Hornemann auf der Messe feststellt, sind die Allianzen zwischen diesen Unternehmen. „Es gilt nicht mehr nur ein Aussteller - ein Thema.” Stattdessen findet der Besucher Firmen, die Hand in Hand ein Netzwerk bilden: „Er muss sich nicht mehr jedes Gewerk einzeln zusammensuchen.” Dieses System, so Hornemann, habe nicht nur Vorteile für die Besucher: „Der Wettbewerb kann sich hier mal kennenlernen.”
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