Ideenreichtum wird mit einer Reise nach New York belohnt

Von: Nina Krüsmann
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Burcu Aydin, Leyla Keskin und Zozan Keskin (2., 3. und 4. v. l.) fliegen nach New York. Prof. Andreas Gebhardt (hinten) und seine Mitarbeiter Miriam Knothe (l.) und Christian Rennertz freuen sich mit. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Einmal nach New York zu fahren, das ist einfach ein Lebenstraum, der nun wahr wird“, freut sich Burcu Aydin. Die 16-jährige Schülerin und ihre beiden Freundinnen Zozan und Leyla Keskin strahlen über das ganze Gesicht. Sie haben als Belohnung für besondere Leistungen beim Projekt zum Thema „3D Drucker“ vom 21. bis zum 27. Juni eine Reise in die amerikanische Metropole gewonnen.

Seit Ende 2011 hatte sich eine anfangs zehnköpfige Projektgruppe der OT Talstraße mit dem Thema „3D Drucker“, auch „Fabber“ genannt, beschäftigt und mit Prof. Andreas Gebhardt vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik an der Fachhochschule Aachen zusammengearbeitet.

„Der erste Arbeitsauftrag lautete, Traumhäuser zu bauen. Dabei entstanden auch Modelle des ehemaligen Straßenbahndepots, in dem sich die OT befindet, sowie zum Beispiel ein Modell des Empire State Buildings“, erklärt Gebhardt.

OT-Leiterin Angelika Diehl freut sich mit, denn durch das Projekt werden junge Talente gefördert. Die verbliebenen drei Jugendlichen hatten immer neue Ideen, Handyhüllen wollten sie selbst konstruieren und gestalten. Burcu Aydin ist stolz auf ihre schicke rote Handyhülle, die sie mit ihrem Namensschriftzug und verschiedenen Symbolen verziert hat.

Beständig und freiwillig machten sich die Teilnehmerinnen ans durchaus anspruchsvolle Werk, versetzten damit selbst Lehrer und Eltern in Staunen. Die 3D-Drucktechnik wird sonst zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie genutzt.

„Weil die Jugendlichen außergewöhnlich hohes Engagement bewiesen haben, wollte ich sie mit einer Reise in den ‚Big Apple‘ belohnen. Dort bin ich seit Jahren Gastprofessor an der City University New York“, erzählt Gebhardt. Durch seine Kontakte wurde vor Ort an der amerikanischen Universität ein Gastworkshop für die jungen Frauen organisiert. Die FH Aachen übernimmt die Reise- und Unterkunftskosten und auch die Betreuung. Durch Förderung der hiesigen Wirtschaft konnte das nötige Geld gesammelt werden. Das Jugendamt hat einen Zuschuss für die Verpflegung zugesichert.

„Mich hat besonders gereizt, etwas mit Design zu machen“, erzählt Zozan. Ihre Schwester Leyla ist ebenfalls Feuer und Flamme, möchte später sogar Architektur studieren. Derzeit besucht sie noch die Hugo-Junkers-Realschule, ab dem nächsten Schuljahr eine weiterführende Schule für Gestaltung und Technik. „Das Projekt hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt, die Zusammenarbeit mit der FH ist eine einmalige Chance“, sagt Leyla. In Amerika wollen die Drei Kontakte knüpfen, neue Ideen sammeln.

Auch Gebhardt verfolgt weitere Ideen, hat unter anderem mit Schülern des Einhard Gymnasiums zum Unesco-Welterbetag Modelle des Aachener Doms erschaffen. „Zur Heiligtumsfahrt im nächsten Sommer könnte man mit vielen Aachener Schülern gemeinsam Modelle des Doms in seinen verschiedenen Bauphasen erstellen“, schlägt Gebhardt vor.

Für Burcu, Zozan und Leyla sind die Koffer bereits gepackt, Ideen und Pläne reichen für mindestens fünf Wochen Aufenthalt. Nun steigt das Reisefieber: Am Freitagmorgen um 8.30 Uhr startet das Flugzeug in Frankfurt.

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