Aachen - Ideen für grüne Dach-Oasen

Ideen für grüne Dach-Oasen

Von: Martina Stöhr
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Dachlandschaften für das Geschäftshaus Sinn-Leffers: Studierende der RWTH haben sich viel einfallen lassen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Lebensqualität der Aachener Innenstadt rund um Dom und Rathaus verbessern: Das ist das Ziel eines Projekts, bei dem Studierende der RWTH Aachen das Dach des Geschäftshauses SinnLeffers in der Großkölnstraße unter landschaftsarchitektonischen Gesichtspunkten gestalteten.

Herausgekommen ist ein breites Spektrum von Entwürfen, die durch ihren Einfallsreichtum bestechen: Da gibt es stark ökologisch geprägte Dachgartenentwürfe mit Bienenweiden und Vogelnistwiesen, aber auch ganze Forschungslabors, in denen neue Lebensmittelproduktionsweisen in der Stadt untersucht werden sollen. Allen Entwürfen ist gemein, dass sie zumindest einen Teil der nutzbaren Flächen für die Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Gemütliche Cafés und eine angenehme Atmosphäre spielen in vielen Plänen eine große Rolle.

Aline Müller legt in ihrem Modell zudem großen Wert auf die Potenziale des Dachs als Aussichtspunkt auf den Lousberg und den Markt.

Das hält auch Oberbürgermeister Marcel Philipp für eine gute Idee. Er führe Besucher des Rathauses oft auf den „Glockenturm“, um ihnen so einen ganz besonderen Blick auf Aachen zu ermöglichen, sagte er, als er die Studenten für ihre Entwürfe prämierte. „Die Stadt kann es sich gar nicht leisten, auf diese Flächen zu verzichten“, kommentierte er mit Blick auf die Dächer der Innenstadt.

Inzwischen sei aber auch schon eine Nutzungskonkurrenz entstanden. „Zunehmend greifen auch Photovoltaikanlagen diese Flächen ab“, sagte Marcel Philipp. Er sei dankbar für dieses Projekt und hoffe, dass die eine oder andere Idee weiterentwickelt werde, fuhr er fort.

Das „Urban Gardening“ ist eine Idee aus den USA, die zunehmend auch hierzulande zum Thema wird. Die Produktion von Lebensmitteln in der Stadt sei längst keine Ausnahme mehr, meint die Aachener Stiftung Kathy Beys, die den studentischen Wettbewerb gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen und dem Modehaus SinnLeffers ausgerichtet hat.

Dessen Geschäftsführer Johannes Liebens freute sich ganz besonders über einen Entwurf, der die Dachterrasse vor seinem Büro begrünte. Schließlich bieten viele Modelle auch Freizeitbereiche für die Mitarbeiter des Geschäftshauses. Und das soll eine positive Wirkung auf das nachbarschaftliche Miteinander haben.

Laut RWTH Aachen ist der Prinzessinnen-Garten in Berlin ein gelungenes Beispiel dafür. Begrünte Fassaden und Dachterrassen würden auch Aachens Innenstadt gut zu Gesicht stehen, meinten alle Beteiligten.

Und sie wollen weiter an dem Thema arbeiten.

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