Hunde bringen Schwung ins Haus Aurelius

Von: Martina Stöhr
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Zwei Möpse und ein Havaneser, die von Jugendlichen der OT Talstraße begleitet werden, sorgen für große Freude bei den Bewohnern im Haus Aurelius. Nur Jack Russel Sierra ist etwa irritiert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Hannelore Steins lässt sich den Hund bereitwillig auf den Schoß setzen. Sie streichelt ihn und verfüttert Leckerchen. „Wir haben früher auch Hunde gehabt“, erzählt die 89-jährige. „Zwei deutsche Doggen, einen Spitz und einen Pudel, der den Hof bewacht hat“, fügt sie hinzu.

Dass sie jetzt regelmäßig Besuch von Jugendlichen aus der Offenen Tür (OT) Talstraße und drei pädagogischen Begleithunden bekommt, findet sie ganz wunderbar.

Ebenso wie ihre Mitbewohner im Pflegeheim Haus Aurelius. Die zwei Möpse und der Havaneser bringen ganz offensichtlich Leben in die Einrichtung. Sie wurden speziell dafür ausgebildet, sich geduldig streicheln zu lassen und die Ruhe zu bewahren, auch wenn einer der Bewohner einmal fester zufasst als beabsichtigt.

Jugendliche aus der OT Tal-straße bringen den Senioren Leckerchen für die Hunde mit und helfen ihnen dabei, sie zu verfüttern, wenn das von Nöten ist. Burcu Aydin ist schon lange mit von der Partie. Sie hat im Haus Aurelius ein Praktikum gemacht. „Das war sehr schön“, sagt sie, will aber dennoch beruflich nicht in diese Richtung. „Dafür bin ich zu sensibel“, meint sie. Sie mag es aber, die alten Menschen glücklich zu sehen. „Die lächeln dann so schön.“

Nur Sierra ist irritiert

Und Grund zum Lächeln haben sie allemal, wenn die Hunde zu Besuch kommen. Nur Sierra ist ein wenig irritiert. Der Jack Russel gehört inzwischen fast schon zur Einrichtung. Sein Frauchen Jutta Neukamp arbeitet im Team des Sozialtherapeutischen Dienstes des Seniorenheims und bringt den Hund häufig mit. Er ist den Bewohnern inzwischen sehr vertraut und macht seine Spaziergänge von einem zum anderen. Den Besuch der anderen Hunde scheint er allerdings nicht wirklich zu genießen. Er versteht das Pflegeheim eben als sein Territorium.

Die Bewohner haben indes Spaß mit den anderen Hunden. Der 83-jährige Peter Esser hat nie Haustiere gehabt, und dass er jetzt mit den Hunden spielen kann, freut ihn ganz besonders. „Das bringt ein bisschen Abwechselung“, meint er. Er habe sich inzwischen schon richtig daran gewöhnt, dass die jungen Leute mit den Hunden kämen.

Für die ist die Begegnung mit den alten Menschen etwas ganz Besonders. „Sie nehmen ganz viel mit“, sagt Angelika Gerber von der OT Talstraße. „Sie haben anschließend immer das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben“, fügt sie hinzu. Die drei pädagogischen Begleithunde gehören ihr, und sie bringt sie immer wieder auch in die OT Talstraße. Die Kinder und Jugendlichen hatten von Anfang an so viel Spaß daran, dass schließlich die Idee zu einem gemeinsamen Besuch in Haus Aurelius entstand. Dort hat man die Besucher gleich mit offenen Armen empfangen. Und in der OT Talstraße stehen eine ganze Reihe von Kindern und Jugendlichen bereit, die als Begleiter mit dabei sein wollen.

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