Aachen - Hütchen, Kegel und Bälle sollen Grundschulkinder fit machen

Hütchen, Kegel und Bälle sollen Grundschulkinder fit machen

Von: Lee Beck
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Mit dem Inhalt der Parcourskis
Mit dem Inhalt der Parcourskiste lässt sich ein auf dem Schulhof eine prima Trainingsstrecke aufbauen: An der Grundschule Richterich packten Stephanie Küpper und Schulleiter Jörg Funk (rechts) gemeinsam mit den Schülern schon mal aus. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Parcourskiste enthält alles, was eine Grundschule zum Training auf dem Schulhof benötigt. Hütchen, Kegel, Bälle, Kreide, Eimer und ein Handbuch für die Lehrer stecken zum Beispiel in der Kiste, die die Gemeinschaftsgrundschule Rich­terich im Rahmen der Kampagne „FahrRad in Aachen” und dem Mobilitätsprojekt entgegennehmen durfte.

Insgesamt neun dieser Kisten wurden der Stadt Aachen vom Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland” zur Verfügung gestellt.

„Die Polizei stellt seit ein paar Jahren während der Radfahrprüfung in der vierten Klasse immer wieder fest, dass die Kinder nicht wirklich fit sind und motorisch immer ungeschickter werden”, erklärte Stephanie Küpper, Projektleiterin von „FahrRad in Aachen” bei der offiziellen Vorstellung der Parcourskiste.

Deswegen habe man sich dazu entschieden, schon in der ersten Klasse und sogar in den Kitas frühzeitig damit zu beginnen, die Kinder zu fördern. Ab der dritten Klasse sollen dann Ausflüge auf Verkehrsübungsplätze erfolgen.

Ziel des 2008 gestarteten Mobilitätsprojekts sei, die eigenständige Mobilität der Kinder deutlich zu verbessern, die Verkehrssicherheit in Schulumfeldern zu erhöhen und auch den Hol- und Bringverkehr, der maßgeblich zu Verkehrsbelastung führt, zu reduzieren.

„Ein Vorteil des Projekts ist es, dass so viele Institutionen und Organisationen daran teilhaben”, lobte Jörg Funk, Schulleiter der GGS Richterich. Eine Planungsgruppe bestehend aus Stadtverwaltung, Polizei, Verkehrswacht, Lehrer- und Elternvertretern und beauftragtem Planungsbüro treffe sich alle vier bis acht Wochen, erläuterte Küpper.

„Bei der Mobilitätsförderung der Kinder spielt natürlich auch der Stadtteil eine große Rolle”, erläuterte Funk und fügte hinzu: „Wir schauen uns den Straßenraum um die Schule herum an und befragen auch die Kinder: Wo fühlst du dich wohl? Wo nicht? Und wir schauen dann: Was können wir verbessern?” Deshalb sei es auch wichtig die Eltern mit ins Boot zu holen.

Funk lobte das Engagement der Eltern sehr: „Viele haben sich schon zu einer bevorstehenden Multiplikatorenausbildung angemeldet und tragen so zur Umsetzung des Mobilitätsprojekts an unserer Schule bei”.

„Elternhaltestellen” geplant

Man wolle auch „Elternhaltestellen” im zentralen Umfeld der Schule errichten, um so den direkten Verkehr an der Schule zu reduzieren. Beim Gesundheits- und Bewegungstag in Richterich und Horbach, der am 3. Juni stattfindet will Funke auf das Projekt aufmerksam machen und dabei die Parcourskiste aktiv nutzen.

Insgesamt nehmen schon acht Schulen am Mobilitätsprojekt teil. „Die Aktion ist darauf ausgerichtet, dass die Schulen sich ein Jahr zur Beteiligung verpflichten und es anschließend selbstständig weiterführen können”, führte Küpper weiter aus.

An interessierte Schulen können noch Kisten vergeben werden, ansonsten stehen zwei zur Ausleihe zu Verfügung. Kontakt: Stephanie Küpper, E-Mail Fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de.
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