Horst Heinrichs bei der Fan-IG: Dank mit Tränen in den Augen

Von: Holger Richter
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Stehende Ovationen gab es für den noch amtierenden Alemannia-Präsidenten Horst Heinrichs (hinten, zweiter von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das Fan-Haus in der Liebigstraße war pickepackevoll. Die Sitzplätze reichten bei weitem nicht aus, viele Alemannia-Anhänger standen sogar noch im Gang, um dabei zu sein.

Doch als Horst Heinrichs das Haus am Donnerstagabend betrat, standen selbst die auf, die zuvor einen Sitzplatz hatten ergattern können. Und alle zusammen spendeten dem noch amtierenden Präsidenten von Alemannia Aachen lang anhaltendem Applaus.

Der zeigte seine Wirkung. Denn als sich Heinrichs bei der versammelten Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans (IG) für die Unterstützung in den letzten Wochen bedankte, stockte ihm die Stimme. „Was Ihr in den letzten Wochen für mich getan habt”, sagte der 62-Jährige mit Tränen in den Augen, „das war sensationell.” Wenn er an das Alemannia-Spiel gegen den MSV Duisburg vor knapp zwei Wochen denke, „und vor allem an das Plakat "Unser Herz, unsere Alemannia, unser Horst", das war einfach toll. Und dafür möchte ich mich bedanken.”

Wie berichtet hatte die Fan-IG Heinrichs für eine weitere Amtszeit als Präsidenten der Alemannia vorgeschlagen, was allerdings am Veto des Verwaltungsrates, der satzungsgemäß das alleinige Vorschlagsrecht für Präsidentschaftskandidaten besitzt, scheiterte. Dennoch hatte sich die Fan-IG vehement für den 62-Jährigen eingesetzt, der jedoch am vergangenen Montag seine Kandidatur zurückzog.

In seinen Dank bezog Horst Heinrichs bewusst seine Frau Helga mit ein. „Wir haben beide unter der Situation in den letzten Wochen gelitten”, sagte der Maschinenbau-Professor, und mit Blick auf meine Gesundheit habe er dann entschieden, „dass der nächste Präsident von Alemannia Aachen nicht Horst Heinrichs heißen wird”. Der Alemannia wünsche er jetzt einen neuen Präsidenten, der auch an die Menschen und die Fans denke, „denn ohne Fans wird es die Alemannia auf Dauer sehr schwer haben”.

Dirk Heinhuis gab den Dank an den Präsidenten gerne zurück: „Dass er sich von uns hat vorschlagen lassen, das ist auch nicht selbstverständlich”, sagte der IG-Sprecher und kündigte an, dass Horst Heinrichs der IG auch künftig als Berater und Freund zur Verfügung stehen werde.

Die Konsequenzen aus dem fehlgeschlagenen Votum für eine weitere Kandidatur Horst Heinrichs zog die Fan-IG noch am gleichen Abend: Sie bildete einen Satzungsausschuss, der bis zur Mitgliederversammlung am 29. Juni eine Satzungsänderung erarbeiten soll, wonach der Verwaltungsrat nicht mehr das alleinige Vorschlagsrecht für Präsidentschaftskandidaten besitzt.
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