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Hochzeitsmarathon: 23 Trauungen in Aachen

Von: Elisa Zander
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Zum Heiraten aus Langenfeld nach Aachen: Melanie und Marcel Schönthal ziehen das städtische Standesamt dem Langenfelder vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sonne, Strand, Meer, der ein oder andere Sangria - da ist man einem Urlaubsflirt in der Regel nicht abgeneigt. Das war auch Melanie Schönthal nicht, als ihr im Spanienurlaub der dunkelhaarige nette junge Mann auffiel. Sie sprach ihn an, tauschte Telefonnummern aus, man sah sich wieder.

„Es war Liebe auf den ersten Blick”, erinnert sich Melanie Schönthal. Das ist mittlerweile neun Jahre her. Am Mittwoch, am 09.09.09, haben sie sich „getraut”.

„Eigentlich wollten wir ja am 1. November heiraten”, erzählt der frisch vermählte Marcel Schönthal. Doch der Tag fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag - und an Feiertagen werden keine Trauungen vollzogen. Somit wich das Paar auf den 9. September aus.

Viel für einen Mittwoch

22 weitere Brautpaare sagten am Schnapszahl-Datum „Ja” zueinander: Sieben Vermählungen im weißen Saal, zehn im Standesamt und fünf weitere Trauungen im Schloss Schönau. „Für einen Mittwoch ist das sehr viel”, erzählt Stadtpressesprecher Hans Poth. Wenn es hoch käme, hätten sie an einem Mittwoch maximal zwei Hochzeiten erzählt Hans Bardenheuer. Er ist einer der fünf Standesbeamten, die am Mittwoch im Einsatz waren. Doch bei weit mehr as 30 angebotenen Terminen seien sie mit 23 Trauungen unter der vermuteten Anzahl geblieben, fährt der Standesbeamte fort.

Für ein Paar entpuppte sich dieser breitere Zeitrahmen als glücklich. Sie hatten eine Stunde lang im Stau gestanden und kamen nicht rechtzeitig zu ihrem Termin. „Aber das passiert schon mal”, weiß Hans Bardenheuer. „Da müssen die nachfolgenden Paare ein bisschen Verständnis aufbringen.”

Regnende Rosenblätter

Doch ärgern kann sich an diesem wohl schönsten Tag im Leben eh keiner. Selbst Melanie Schönthal nicht, als ein Träger ihres perlenbestickten weißen Kleides einriss. Zwei kleine Nähstiche und schon war nichts mehr zu sehen. Und bei dem ersten Kuss auf dem Rathausplatz unter regnenden Rosenblättern vor der weißen Limousine war das alles unwichtig.
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