Aachen - HIT-Markt will zum Alten Tivoli

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HIT-Markt will zum Alten Tivoli

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Mit einer Mammuttagesordnung läutete der Planungsausschuss die Sommerpause ein. Kurz vorher musste beinahe alles vom Tisch, was noch einer Entscheidung bedurfte. Aus dem bunten Strauß der Projekte seien die wichtigsten aufgeführt. So gibt es die gute Nachricht für das Neubaugebiet Alter Tivoli.

Grünes Licht gab der Planungsausschuss im nichtöffentlichen Teil für die Auswahl zwischen zwei sogenannten „Vollsortimentern”, die das Gebiet an der Ecke Merowinger-/Krefelder Straße künftig mit den grundlegenden Dingen des täglichen Lebens versorgen sollen. Das Neubaugebiet auf dem städtischen Grundstück Alter Tivoli soll sowohl mit familiengerechten Wohnungen, mit anspruchsvollen Terrassenhäusern auf dem Aachener Wall als auch mit einem sogenannten Boardinghouse, das heißt einer teilmöblierten Appartementanlage, bebaut werden.

Dazu wird eine Kita sowie ein Supermarkt als anspruchsvoller „Vollsortimenter” gebaut werden. In der engere Wahl sind jetzt ein HIT-Markt sowie eine Filiale einer norddeutschen Supermarktkette gekommen. Der Planungsausschuss machte bewusst die Auflage, ein „architektonisch anspruchsvolles Gebäude” zu planen, die Entwürfe müssen folgerichtig noch dem Architekturbeirat der Stadt vorgelegt werden, bevor über die endgültige Vergabe am 6. September im Liegenschaftsausschuss beschlossen wird.

Ebenfalls um eine HIT-Investition - jedenfalls teilweise - ging es im Punkt Dreiländer-Caree. Auf einem Grundstück Ecke Vaalser Straße/Schurzelter Straße will sich der dort ansässige Supermarkt vergrößern, eine Getränkemarkt soll das Geschäft erweitern. Ein ausgewogener Mix aus Studenten- und Seniorenwohnungen soll dort nach Plänen der städtischen Wohnungsgesellschaft (GeWoGe) entstehen, die HIT-Erweiterung wäre ein Teil des Gebäudes.

Gerade angesichts des ab 2013 zu erwartenden demografischen „Studentenbauches” wegen der doppelten Abiturjahrgänge begrüßten die Ausschussmitglieder, wie es hieß, die Pläne der GeWoGe. Die SPD hatte gemeinsam mit der Linken wenige Tage vorher die öffentlicher Träger aufgerufen, sich verstärkt um den studentischen Wohnungsbau in neuer Form zu kümmern, spezielle Wohnangebote, die später wieder zu normalen Familienwohnungen rückgebaut werden können, sollen bevorzugt werden.

Wieder der Schwedenpark

An das lukrative Geschäft mit Studentenbehausungen wollte sich auch der Investor des seit Jahren brachliegenden Vorhabens „Schwedenpark” an der Brabantstraße anhängen und beantragte dort den Bau von mehr als 170 Studentenappartements. Das sei zu viel für die Gegend dort, schaffe Parkplatznot, argumentierte die Verwaltung. Der Planungsausschuss folgte den und schränkte den vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf knapp 80 Wohneinheiten ein.

Nicht weit von der Brabantstraße liegt die Burg Frankenberg. Für sie beschloss der Ausschuss eine erste barrierefreie Ausbaustufe, die Burg soll bekanntlich zu einem Bürgerzentrum umgebaut werden. Für knapp 100.000 Euro werden zwei Lifte für den barrierefreien Zugang der Rollifahrer in die untere Ebene der Burg sorgen, ein gläserner Außenlift war zu teuer.

Erfreuliches kann die Verwaltung über die Beseitigung dunkler Ecken am Harscampplatz berichten. Der Auftrag an die Stawag sei erteilt und soll nach den Ferien ausgeführt werden. Auch die Achse Suermondtplatz bis Synagogenplatz wird jetzt mit Verbesserungen des Umfeldes bedacht.
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