Aachen - Hinter den Jalousien tut sich überhaupt nichts

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Hinter den Jalousien tut sich überhaupt nichts

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Sieht aus, als ob Leben hinter den Jalousien am Bahnhof Rothe Erde stattfindet. Aber da tut sich gar nichts. Denn die Renovierungskosten sind so hoch, dass sich eine gewerbliche Nutzung nicht rechnet. Foto: H. Lachmann

Aachen. Sanftes Licht scheint durch die Jalousienfenster und belebt so den Vorplatz des Bahnhofs Rothe Erde. Genauso haben es sich die Planer vorgestellt. Die Fassade des Bahnhofs erstrahlt in neuem Glanz, und die Projektbeteiligten hielten jetzt inne, um das Ergebnis der dreijährigen Bau- und Planungszeit auf sich wirken zu lassen.

Planungsdezernentin Gisela Nacken verwies mit Genugtuung auf die Fotos, die das Gebäude und den Vorplatz vor der Renovierung zeigten. „Ich bin begeistert von dem Vergleich zwischen dem, was wir vorgefunden haben und dem, was daraus geworden ist“, sagt sie.

Ein „Stinkeort“ habe sich in einen attraktiven Platz verwandelt. Mit 160.000 Euro Renovierungskosten sei man dabei sogar noch 20.000 Euro unter den veranschlagten Kosten geblieben.

Und auch wenn ehrgeizige Pläne zur geschäftlichen Nutzung der Räumlichkeiten des Bahnhofs gescheitert sind, zeigen sich alle Beteiligten mit dem Erreichten zufrieden. Architekt Eberhard Wiegand: „Mit den Jalousien deuten wir etwas an, was gar nicht dahinter ist.“ Die hohen Sanierungskosten machten eine Nutzung der Räumlichkeiten des Bahnhofs für Geschäfte oder Gaststätten unattraktiv, sagt er.

Aber jetzt sehe es von außen so aus, als verberge sich dahinter noch mehr. Bei der Renovierung der Fassade habe man sich redlich Mühe gegeben und sogar einzelne Steine ausgetaucht. Aber ganz perfekt sollte es gar nicht werden. „Man soll sehen, dass das Gebäude viel mit gemacht hat“, sagt Wiegand.

Das Umfeld des Bahnhofs Rothe Erde war einer der Schwerpunkte der durch das Land geförderten Stadterneuerung Aachen-Ost. Dazu zählten die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Umgestaltung der Bahn-Unterführung, die Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofgeländes und die Modernisierung des Haltepunktes. Mit der aufwendigen Wiederherstellung der Bahnhofsfassade sind die Arbeiten aber noch immer nicht ganz abgeschlossen. In einem dritten und letzten Bauabschnitt steht die Unterführung auf dem Programm: Hier sollen Werbetafeln angebracht werden. Der stellvertretende Bahnhofsmanager Siegfried Bertermann dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

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