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Hilfe für Familien mit schwerkranken Kindern

Von: Jule Klieser
Letzte Aktualisierung:
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Feiern gemeinsam das Jubiläum zehn Jahre Bunter Kreis: Arnold Jörres (Vorstand), Hildegard Schmadalla-Bürvenich (Case-Managerin), Dr. Carel Nievenhuijsen (Vorstand), Monika Janssen (Leitung), Volker Pöhlsen (Vorsitzender) und Dr. Luise Haferkamp (Stellvertretende Vorsitzende) (von links). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Dieses Jahr feiert der Bunte Kreis sein zehnjähriges Bestehen. Der Verein kümmert sich im Rahmen der sozialmedizinischen Nachsorge um Familien mit einem schwerkranken Kind.

In Augsburg kam vor 15 Jahren zum ersten Mal die Idee auf, Familien mit schwerkranken oder behinderten Kindern nach einem Krankenhausaufenthalt zu Hause weiterhin zu begleiten. 1999 hat der Förderkreis Schwerkranke Kinder e.V. nach diesem Vorbild ein Projekt ins Leben gerufen, aus dem zwei Jahre später der Bunte Kreis in der Region Aachen hervorgegangen ist.

„Auch bei uns ist die finanzielle Frage immer wesentlich, bilanzierte der Vorsitzende Volker Pöhlsen bei einem Pressegespräch. „Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich, doch die Betreuung und Begleitung der Familien erfordert qualifizierte Kräfte, und wir brauchen Kontinuität. Seit 2002 beschäftigt der Bunte Kreis Hildegard Schmadalla-Bürvenich als Case-Managerin. Die Krankenschwester einer Kinder-Intensivstation hat eine entsprechende berufsbegleitende Ausbildung gemacht und organisiert nun die Hilfen in den Familien.

„Im Krankenhaus werden Kinder sehr gut versorgt. Doch irgendwann kommt der Punkt, wo sie entlassen werden. Die Familien brauchen Hilfe, um mit dem schwerstkranken Kind zurecht zu kommen, erläuterte Dr. Luzie Haferkorn, eine Frau der ersten Stunde, die Aufgabe des Vereins.

Wenn ein Kind extrem früh geboren wird, wenn es einen Unfall erleidet oder chronisch krank wird, sei der Schock in der Familie groß. Der Bunte Kreis unterstütze diese Familien in vielfältiger Weise. „Und jetzt komm ich heißt das jüngste Projekt, das sich der Geschwisterkinder annimmt. Derzeit betreut der Verein rund 70 Familien in der Städteregion. Er arbeitet mit Kliniken und Kinderärzten zusammen. Betroffene Eltern können aber auch selbst den Kontakt herstellen.

2009 wurde die sozialmedizinische Nachsorge zur Pflichtleistung der Krankenkassen. Der Bunte Kreis kann damit nur rund 30 Prozent seiner Gesamtkosten abdecken und ist deshalb auf Spenden angewiesen.

Im Jubiläumsjahr wollen die Mitglieder zehn besondere Aktivitäten anbieten. Eine davon ist die Ausstellung „Augen.Blicke” vom 28. Januar bis 13. März im Haus der Lebenshilfe, Adenauerallee 38. Im April wird es in Eschweiler ein Kasperletheater geben mit Freikarten für kranke Kinder und deren Geschwister. Im Mittelpunkt steht das Jubiläumsfest im Oktober mit Ulla Schmidt.

Für weitere Events bittet der Verein um Ideen und Mithlife. Vor allem Unternehmer sind aufgerufen, gemeinsam mit dem Bunten Kreis ein Konzert, Sommerfest, Charity-Essen oder ähnliches zu planen.
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