Aachen - Hexen-Lesenacht: Auch die Großen sind echte Fans

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Hexen-Lesenacht: Auch die Großen sind echte Fans

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Diese Bild entstand nicht im Karneval, sondern bei der Hexen-Lesenacht in der Kita Minimax. Aber auch bei den ganz normalen Treffen alle zwei Wochen haben die Kinder viel Spaß. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Schulen haben Ehemalige, Universitäten haben Ehemalige, Firmen haben Ehemalige. Die Kindertagesstätte Minimax in der Passstraße hat auch Ehemalige. Sehr treue sogar. Alle zwei Wochen kommen sie montags zu Besuch in ihre alte Kita, zum Spielen, Malen und Basteln.

Seit über einem Jahr gibt es das Angebot. Und mittlerweile tummeln sich bei diesen Treffen 30 Kinder und mehr in der Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt. Einige haben sogar die Grundschulzeit schon hinter sich. „Ihrer” Kita halten sie aber immer noch die Treue. Dieser Ehemaligentreff ist offenbar wirklich ein Renner.

Die Veranstaltung ist eine ganz und gar ehrenamtliche Initiative. Kita-Leiterin Ulrike Fischer und Sandra Euler, ehemalige Erzieherin der Einrichtung, haben das Angebot konzipiert.

Und sie staunen immer noch über die riesige Resonanz. Geplant waren ursprünglich nur einige wenige Treffen. Immer wieder hatte Fischer nämlich festgestellt, wie sehr auch Schulkinder noch an ihrem ehemaligen Kindergarten hängen. „Manche kennen sich ja schon aus der Kleinkindgruppe.”

Sogar die Kinder, die nachmittags in die Offene Ganztagsschule (OGS) gehen, kommen jeden zweiten Montag um 16 Uhr schnurstracks in die Kita Minimax. Für jedes Treffen bereiten Ulrike Fischer und Sandra Euler ein Angebot vor, sie malen oder basteln mit den Kindern. Und als vor Weihnachten Knusperhäuschen gezimmert wurden, da waren auch die großen Jungs, die sonst vor allem mit Leidenschaft Fußball spielen, begeistert bei der Sache.

„Die Kinder wollen gar nicht mit Aktivitäten zugeschüttet werden”, weiß Ulrike Fischer. Aber „Uno extrem” in einer ganz großen Runde ist immer eine Riesengaudi. Beim Ehemaligentreff wird auch gemeinsam gegessen, stets mit einem ordentlichen „Schuss Gesundes”.

Seit September gab es auch schon zweimal eine Lesenacht für die Ehemaligen. „Nicht aufhören! Nicht aufhören!” riefen die Kinder immer, wenn die Vorleser doch mal eine Pause brauchten. Und ab nachts um eins wurde mit der Taschenlampe weitergeschmökert.

„Blutsuppe mit Maden”

Bei der „Hexennacht” gab es Zaubersprüche, „Blutsuppe mit Maden” (Tomatensuppe mit Reis) und jede Menge spannende Lieblingsbücher, die vorgestellt wurden. 31 Kinder blieben bis zur Geisterstunde um Mitternacht in der Passstraße.

„Vor den Sommerferien wollten wir die Fünftklässler eigentlich verabschieden”, erinnert sich Ulrike Fischer lachend. „Aber die waren richtig beleidigt.” Also kamen auch die Großen weiterhin und haben ihren Spaß.

Ulrike Fischer und Sandra Euler geraten deshalb allmählich ins Grübeln: „Was machen wir, wenn immer mehr Kinder zum Ehemaligentreff wollen?” Sie denken nun darüber nach, wie man das Angebot neu strukturieren könnte, vielleicht in Zusammenarbeit mit der benachbarten Grundschule. Auf jeden Fall soll es irgendwann dieses Jahr eine kleine Ausstellung geben - mit Werken der Kinder natürlich.
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