Aachen - Herzlicher Schlussapplaus

Herzlicher Schlussapplaus

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:
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Die Alt-Aachener-Bühne begeistert mit „Angs vör en Herrjottskonkel” ihr Publikum im Einhard-Gymnasium. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Normales Aachener Wetter vorausgesetzt - Regen, mal kälter, mal wärmer - verläuft die „Anreise” zur Premiere der Alt-Aachener Bühne deutlich entspannter als in diesem Jahr bei Eis und Schnee. Daher kam es dann auch, dass trotz ausverkauften Hauses etliche Plätze in der Aula des Einhard-Gymnasiums unbesetzt blieben.

Auf den Erfolg des neuen Stücks der Alt-Aachener Bühne „Angs vör en Herrjottskonkel” hatten die Wetterkapriolen allerdings keinen Einfluss.

Das Stück, dessen Titel auf Deutsch etwa „Strafe Gottes” bedeutet, begeisterte die Zuschauer, unter ihnen Bürgermeisterin Hilde Scheidt (Grüne) und Bürgermeister Björn Jansen (SPD), dementsprechend lang anhaltend und herzlich war der Schlussapplaus des Premierenpublikums.

Urheberin all der turbulenten Verwicklungen im Jakobsviertel, die in gut drei Stunden Spielzeit einschließlich zweier Pausen über die Bühne gehen, ist Anna Schaaf, der man den Spitznamen „Herrjottskonkel” verpasst hat, weil sie diese Strafe Gottes bei jeder Gelegenheit im Munde führt.

Heuchlerisch wie sie nun einmal ist, bietet ihr die neue, hübsche Kellnerin in der nahe gelegenen Wirtschaft eine einmalige Möglichkeit, die wildesten Vermutungen über das scheinbar unmoralische und sittenlose Geschehen in der Kneipe anzustellen und die Ehefrauen des Viertels gegen ihre Ehemänner aufzubringen. Dass nach allerlei Hin und Her am Ende alles gut wird, versteht sich von selbst.

In der Inszenierung des Stücks, die abgesehen von einigen Längen für viel Vergnügen sorgt, brillieren Helene Reißer und Hubert Feiker als altes Ehepaar, dem die jüngere Generation in Person von Birgit Drews und Ralf Büter in nichts nachsteht. Frank Debye gibt den diskreten Schneidergesellen Fritz Klein und Sabine Plum verkörpert herrlich nervös tänzelnd die „Herrjottskonkel”.

Das Bühnenbild, ein Schneideratelier, bauten Hermann-Josef Frings, Heinz Mallmes und Günter Schwieger nach einer Idee von Henny Hack. Resi Potrykus sorgte als Souffleuse dafür, dass niemand nach Worten suchen musste, und Uschi Schwieger war für das blühende Aussehen aller Mitwirkenden zuständig.
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