Brand - Herbert Henn: Abschied nach 42 Jahren als Bürgermeister

Herbert Henn: Abschied nach 42 Jahren als Bürgermeister

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:
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Der scheidende Bürgermeister Herbert Henn mit Ehefrau Wilma nach der Messe auf dem Wege zum Empfang. Foto: Martin Ratajczak

Brand. Mit einem feierlichen Gottesdienst im „Brander Dom“ St. Donatus und einem großen Empfang im Pfarrzentrum hat Brand seinen Bezirksbürgermeister Herbert Henn in den politischen Ruhestand verabschiedet.

Nach 42 Jahren im Amt, in das er 1972 nach der kommunalen Neugliederung gewählt wurde, hat Herbert Henn zum Ende der laufenden Legislatur seinen Rückzug vom Bürgermeisteramt erklärt. Die Länge seiner ehrenamtlichen Dienstzeit, die ihn zu Nordrhein-Westfalens dienstältestem Bürgermeister macht, mag man auch daran ermessen, dass er seinem Stadtbezirk unter drei verschiedenen Bezeichnungen vorstand, zunächst als Vorsitzender des Bezirksausschusses, dann als Bezirksvorsteher und zuletzt als Bezirksbürgermeister.

Nachdem Henn bereits vor einigen Tagen von der Bezirksvertretung und der Bezirksverwaltung verabschiedet worden war, hatte zunächst die Pfarre St. Donatus den Vortritt. Mit einem „Dankeschönstündchen“, das von einer großen Zahl Brander Talente gestaltet wurde, sagte die Pfarre ihrem engagierten Förderer auf Wiedersehen. Am Gottesdienst nahmen viele der Brander Vereine mit Fahnenabordnungen teil und die Fürbitten des Gottesdienstes, der musikalisch vom Kirchenchor von St. Donatus und der Schola Nova unter der Leitung von Kantor Ralph Leinen gestaltet wurde, trugen Mitglieder aller Parteien in der Bezirksvertretung vor. Pastor Ralf Freyaldenhoven strich in seiner anrührenden Predigt die Tugenden des Bezirksbürgermeisters heraus, hob dabei unter anderem die Demut in ihrem ursprünglichen Wortsinn als „Mut zu dienen“ hervor und erteilte ihm Gottes Segen.

Beim Empfang, der von der Brander CDU ausgerichtet wurde, nahm eine große Zahl an Gästen, darunter viel gesamtstädtische Prominenz, die Gelegenheit wahr, Herbert Henn alle guten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Brands CDU-Chef Herbert Hilgers ließ Henns politischen Lebenslauf Revue passieren und machte dabei deutlich, dass dieser vor seinem Bürgermeisteramt bereits acht Jahre Mitglied des Rates der damals noch selbstständigen Gemeinde Brand war und somit auf eine 50-jährige Tätigkeit im kommunalpolitischen Ehrenamt zurückblicken kann. Er erinnerte an große Projekte, die in der Amtszeit des selbstständigen Malermeisters realisiert wurden, wie das Naturschutzgebiet Indetal, die Neubaugebiete Kollenbruch und Brander Feld, der Bau des Schulzentrums mit der Gesamtschule oder der Umbau der Trierer Straße.

Oberbürgermeister Marcel Philipp ließ es sich nicht nehmen , persönlich den Dank der Stadt Aachen abzustatten. Der OB erinnerte daran, dass Herbert Henn, der bis 2004 Mitglied des Aachener Stadtrats und bis zuletzt als sachkundiger Bürger auch Mitglied verschiedener Ratsausschüsse war, zwar stets die Interessen seines Stadtbezirks vertreten habe, aber zugleich auch immer über den Brander Tellerrand hinausgeschaut und Verantwortung für die ganze Stadt getragen habe.

Bei seinen Dankesworten zeigte Herbert Henn, der Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Ehrenrings der Stadt Aachen ist, angesichts von so viel Lob und Ehre ein wenig Skepsis, ob das nicht alles zu viel sei, freute sich dennoch über die große Resonanz und darüber, dass so viele Freunde und Weggefährten den Weg ins Pfarrzentrum gefunden hatten. Sein Dank galt all denen, die ihm bei der Umsetzung seiner Ziele hilfreich zur Seite standen und so seinen Weg erst ermöglichten, dabei an erster Stelle seine Ehefrau Wilma.

Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten Kinder der Marktschule mit Ausschnitten aus ihrer Kinderoper „Der Teufel in Aachen“ und eine Chorgemeinschaft bestehend aus der Brander Humor-Harmonie 1858 und dem MGV Hilaria 1894 Eilendorf.

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