Herber Verlust: Elke Münich verlässt Aachen

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. Herber Verlust für Aachen: Elke Münich, die Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Schule, verlässt Aachen und wechselt als Dezernentin nach Oberhausen. Dies meldet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Münich, die für die „Nachrichten“ nicht erreichbar war, genießt in Aachen höchste berufliche Anerkennung.

Sie war von der SPD ins Spiel gebracht worden, als es um die Nachfolge des ausgeschiedenen Stadtdirektors Wolfgang Rombey ging, sich für einen grünen Kandidaten keine Mehrheit bei Schwarz-Grün abzeichnete und die Koalition deshalb platzte. Rombeys Stelle ist derzeit erneut ausgeschrieben.

SPD-Fraktionsvorsitzender Heiner Höfken kann dem Ausscheiden der Spitzenfrau wenig abgewinnen: „Ich halte das für ein Riesenproblem. Wir besetzen das Dezernat und den Fachbereich neu mit Leuten von außen. Das haben wir uns selber zuzuschreiben.“ Er habe schon in der Diskussion um Rombeys Nachfolge davor gewarnt, dass Elke Münich gehen könnte, wenn sie nicht berücksichtigt würde: „Wir hätten sie liebend gerne genommen. Doch die CDU war nicht in der Lage, eine Mehrheit zu besorgen.“

Auch Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) hatte sich damals für das SPD-Mitglied Münich ausgesprochen. Philipp kommentiert das Ausscheiden einer seiner wichtigsten Mitarbeiterinnen mit klaren Worten: „Ich bedauere den Weggang sehr und wünsche ihr viel Erfolg in Oberhausen. In Aachen hat Sie viel bewegt und umgesetzt. Sie hat gezeigt, dass Sie einen Fachbereich mit vielen hundert Mitarbeitern kompetent und zielführend leiten kann.“ Laut WAZ soll Münich die Stelle als Beigeordnete für Schule, Jugend und Soziales bereits am 1. Dezember antreten. Dafür krempelt Oberbürgermeister Klaus Wehling (SPD) sogar die Stadtspitze um und handelt sich Ärger mit den Grünen ein, die mit der SPD eine Koalition bilden.

Münich hatte ihre Stelle in Aachen erst 2008 angetreten.Zuvor leitete sie in Herten den Fachbereich Familie, Jugend und Soziales.

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